Schnee zum neuen Semester

10. Januar 2011

Gestern Abend bin ich wieder wie geplant nach Atlanta zurückgeflogen. Raus aus dem Flughafen, und: Schnee…. Heute Nacht hat es dann durchgeschneit und draußen ist nun alles schön weiß. Campus geschlossen. Über Schnee kann man sich diesen Winter nicht beklagen.

Heute hätte ich meine erste Vorlesung in “PDE (Partielle Differentialgleichungen) in Computer Vision” gehabt, doch die fällt nun aus. Desweiteren werde ich noch “Optimal Control” sowie ein Communication Pflichtseminar hören. Bis Mai wird auf jeden Fall auch das Feuerdetektionsprojekt noch weiterlaufen,  so dass es bestimmt nicht langweilig wird. Hoffen wir, dass das Semester weniger holprig wird als der Start.

NACHTRAG: Der Campus war übrigens die ersten vier Tage geschlossen aus diesem Grund:

Endlich wieder zu Hause…

21. Dezember 2010

… in meinem Apartment in Atlanta. Die europäischen Winterverhältnisse haben auch mich erwischt, mein Flug mit British Airways wurde gestrichen. Nach einem Warteschlangennachmittag in Atlantas Flughafen, habe ich nun einen Flug am Mittwoch Abend mit Lufthansa nach Frankfurt. Mal schauen, ob das was wird!

Verlängertes Thanksgiving-Wochenende

04. Dezember 2010

Zum diesjährigen Thanksgiving habe ich es zum ersten Mal seit Mai wieder mal aus Georgia herausgeschafft. Ausgangspunkt der Reise war das größte Team-Tischtennisturnier in den USA in Baltimore, Maryland, ca. eine Stunde nördlich von D.C. Der Georgia Tech Table Tennis Club gab einen aus, so dass wir nur für Essen und Unterkunft aufkommen mussten. Die Reisegruppe bestand aus dem Team (Yiping, Giang, Alvin und mir), sowie Coach Presley, den Junioren, Matthew and Brandon, und Fan Fiona.

Fiona im Baltimore Convention Center

Fiona im Baltimore Convention Center

Das Turnier war wirklich gigantisch: 150 Tischtennisplatten waren im Baltimore Convention Center aufgestellt, wo Mannschaften jeder Spielstärke gegeneinander antraten. Dank der Größe des Turniers gab es genügend Mannschaften auf gleichem Level, so dass die Spiele spannend blieben. In den 2,5 Turniertagen habe ich ca. 15 Spiele bestritten, was dann am Ende auch wirklich genug war. Gerissen haben wir leider nichts Großes, weil immer mal wieder der ein oder andere Schwächen zeigte, doch insgesamt haben wir sicherlich viel dazugelernt. Zum Abschluss am Sonntag verfolgten wir das Finale der Herren, wo Team Kanada auf Team Südkorea traf. Zwar nicht ganz Weltklasse-Niveau, aber doch schon recht nah dran.

Das Team: Giang, Yiping, Matthew, Brandon, Alvin, Martin

Das Team: Giang, Yiping, Matthew, Brandon, Alvin, Martin

Die Stadt Baltimore machte auf mich einen ganz guten Eindruck, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass ziemlich viele Leute in Downtown nur so “herumhängen”. Hauptattraktion ist der Hafen, wo man gemütlich flanieren kann. Irgendwas historisch Wichtiges ist hier auch passiert, bin aber gerade zu faul Details auf Wikipedia nachzuschaun…

Baltimore’s Hafen

Baltimore’s Hafen

Die Reise war mit Baltimore jedoch noch nicht beendet. Da ich zwei Tage später ein Meeting von meinem Forschungsprojekt aus in Hartford, Connecticut, hatte, entschied ich mich direkt von Baltimore anzureisen und mir die 11 Stunden Rückfahrt nach Atlanta zu sparen. Den freien Tag verbrachte ich in New Haven, CT, wo gerade eine Freundin an der Yale University studiert. Außer Yale ist in New Haven allerdings nicht allzu viel los. Architektonisch ist der Campus einer der schönsten in den USA, wenn auch etwas anachronistisch, wie z. B. auch viele Kirchen hier in den USA.

Yale University, New Haven, CT

Yale University, New Haven, CT

Hartford ist die Hauptstadt von Connecticut und wirklich keine schöne Stadt: Voll mit Betonklötzen, Firmengebäuden und Highways. Auch ein Mitarbeiter von UTRC, bei denen ich meine Präsentation gab, bestätigte, dass Hartford hauptsächlich eine Arbeitsstadt ist. Da freute ich mich wieder auf Atlanta. Etwas ernüchtert war ich, als es bei der Rückkehr in Atlanta genauso kalt war wie oben im Norden – Der Winter kommt…

Tag 29 nach Prelim Exam

16. November 2010

PASS!

YESSSSSSS!!!!

Letztens beim Dinner

16. November 2010

Einfach mal ein Bildchen…

Martin und Fiona

Martin und Fiona

Tag 1 nach Preliminary Exam

19. Oktober 2010

Heute morgen nahm ich die Preliminary Exam (Vordoktorprüfung) in Angriff. War schon ziemlich nervös angesichts des Stoffumfangs und der Bedeutung der Prüfung. Mit dem Bestehen der Prüfung wird man offiziell PhD-Student, bekommt eine Gehaltserhöhung und kann Thesis-Hours nutzen, um das Mininum von 9 Credits pro Semester zu erreichen. Letzteres ist der wichtigste Punkt, die Prüfung schnell zu bestehen. Ansonsten muss man Kurse über Kurse nehmen, die man eigentlich nicht braucht und eigentlich auch keine Zeit dafür hat. Wie dem auch sei, die Prüfung lief dem Gefühl nach ganz gut und in einem starken Monat weiß ich dann mehr…

GT Night at the Woodruff Arts Center

01. Oktober 2010
Dali's Moustache

Dali's Moustache

Das Woodruff Arts Center – das zu Hause des High Museum (Kunstmuseum), der Atlanta Symphony und des Alliance Theater (Musicals) – öffnete gestern seine Tore für GT Studenten. Neben “free food”, was Studenten magisch anzieht (nur übertroffen von “free T-shirts”), wurde der kostenlose Eintritt zum High und für ein Konzert der Symphonie oder des Alliance Theaters angeboten. Nicht schwer zu erraten, dass ich mir das nicht entgehen ließ. Obwohl ich schon mal im High Museum war, lohnte sich der erneute Besuch wegen der ständig wechselnden Ausstellungen. Momentan sind Spätwerke Salvador Dali’s zu bewundern – in der Tat bewundernswert. Besonders interessant fand die “Moustache”-Fotoserie, die quasi ein sarkastisch humoristisches Interview Dali’s in Worten und Bildern ist. Auch die religiösen Gemälde sind beeindruckend.

God is just another artist, like me. - Salvador Dali

Ein echter Künstler…

Danach besuchte ich das Symphoniekonzert, das Beethovens 4. Klavierkonzert sowie Mahlers  1. Symphonie (Titan) auf dem Programm hatte. Eigentlich freute ich mich vor allem auf den Beethoven, doch nachdem ich Mahler nun zum ersten Mal “live” in einem Konzertsaal gehört hatte, änderte sich meine Meinung. Was man aus den Computer-Lautsprechern zu Hause einfach nicht mitbekommt ist die riesige Variation an Klangfarben und Dynamik, die Mahler verwendet. Den dritten Satz, der mit einer tragischen Kanonversion von “Bruder Martin” und Ansätzen von fröhlicher Zigeunermusik spielt, fand ich am originellsten. Der vierte Satz ist bombastisch. Denke, sowas mögen die Amerikaner :-) .

Das beste an dem Ganzen ist aber, dass man für 20$ einen Saisonpass erwerben konnte, der bis Ende Mai Eintritt zu jeglicher Veranstaltung im Woodruff Arts Center ermöglicht. Für künstlerische Nahrung ist in nächster Zeit gesorgt…

Mein Tischtennisschläger

24. September 2010
Mein Tischtennisschläger

Mein Tischtennisschläger

Mein Tischtennisschläger muss eine Seele haben. Gestern Nachmittag begab ich mich auf die Suche nach einem neuen Schläger, da ich mit meiner Tischtennisperformance nicht ganz so zufrieden war und mal wieder was neues ausprobieren wollte. Und dann, gestern Abend bei den Tryouts für das College Team scheint alles wie von alleine zu laufen. Es ist lange her, dass ich so gut gespielt habe und habe das Turnier, das aus ca. 50 Teilnehmern bestand, gewonnen. Mein Tischtennisschläger muss was geahnt haben, dass es an der Zeit war sein wahres Können zu beweisen… Ich kann mich nun wohl kaum nach diesem Abend von ihm trennen.

Umso erstaunlicher war dieses Ergebnis angesichts des universitären Stressfaktors in den letzten Wochen. Wie schon mal angekündigt bereite ich mich auf die Vordoktorprüfung am 18. Oktober vor, die ich möglichst bestehen sollte, um Zeit-, Geld- und Freizeitverlust zu vermeiden. Zudem arbeite ich weiter am “Feuer- und Rauchprojekt”, das aber gerade weniger Raum einnimmt. Etwas nervig ist die Tatsache, dass ich aus bürokratischen Gründen zwei Kurse (eigentlich drei, aber eine konnte ich herumtricksen) belegen muss, so dass ich nun in “Digital Image Processing” und “Differential Geometry I” sitze. Letzteres ist einfach nur – krass. Die andere Vorlesung ist bis jetzt noch nicht allzu spannend, soll aber auch lediglich zum Erreichen der Mindestanzahl an nötigen Vorlesungen beitragen.

Kennesaw Mountain National Battlefield Park

19. August 2010

Nord-Georgia im Frühling 1864. Unionsgeneral Sherman und seine 100,000 Soldaten starten einen Feldzug, der später als “Campaign for Atlanta” bekannt werden sollte. Atlanta bildete ein wichtiges Produktions- und Transportzentrum – verschiedene Schienennetze liefen hier zusammen – der konföderierten Kriegsmaschinerie. Georgia’s Konföderationsarmee unter der Leitung von General Johnston ist zu diesem Zeitpunkt bereits geschwächt und mit ca. 65,000 Soldaten unterlegen. Die Taktik der Konförderierten ist daher schlüssig: Sich in vorbereiteten, überlegenen Stellungen verschanzen, um das Zentrum Atlanta zu verteidigen.

Kennesaw Mountain - Kanone und Erdgrube

Kennesaw Mountain - Kanone und Erdgrube

Eine dieser Stellungen war Kennesaw Mountain, ca. 20 Meilen nördlich von Atlanta. Wo damals der Bürgerkrieg tobte, gibt es heute ein kleines Museum, eine Straße und Wanderpfade zum Gipfel des Hügels sowie einige Relikte (Kanonen, Gräben, …) aus den Zeiten des Gefechts. Also ein kleines Erholungs- und Freizeitgebiet mit geschichtlichem Hintergrund.

Little Kennesaw Mountain

Little Kennesaw Mountain

In 30 bis 60 Minuten kann man den Aufstieg gut schaffen, was bei gut über 30 Grad und hoher Luftfeuchte trotzdem schweißtreibende Arbeit ist. Zur Belohnung bekommt man einen Ausblick auf die typische Hügellandschaft Georgia’s, sowie Atlanta’s Skyline, die man im Dunst erahnen kann.

Ausblick auf Atlanta's Skyline und Umgebung

Ausblick auf Atlanta's Skyline und Umgebung

Die heutige Skyline hat mit dem damaligen Atlanta übrigens nahezu nichts mehr gemein, da es, um an den Beginn des Eintrags anzuknüpfen, Sherman schaffte, die konföderierte Armee durch allerlei Manöver zurückzudrängen und Atlanta zu erobern. Was dann folgte, war das Niederbrennen und Zerstören der Stadt, um ein Wiedererstarken der Konföderation auszuschließen. Den Verlust an Einfluss, den dieser Schlag Atlanta zufügte, konnte die Stadt lange Zeit nicht wiederherstellen. Erst die olympischen Spiele 1996 gelten als Startpunkt einer nun aufstrebenden Metropole.

Bobby der Bibliothekar…

02. August 2010

… dachte da sei ein Weg, doch da war keiner.