So, da!

Am Sonntag, gegen 15 Uhr Ortszeit habe ich zusammen mit Alex und Frederik, meinen beiden Mitstreitern von der Uni Stuttgart, den ersten Fuß auf den Boden von Atlanta gesetzt. Nach ein wenig Warten wegen Staus, hat uns Martin, ein Stuttgarter aus dem Vorgängerjahr zu unseren Wohnungen mitgenommen. Die ersten zwei Tage haben wir hauptsächlich mit Martin und Michael, einem weiteren Stuttgarter, verbracht, so dass momentan noch deutlich mehr deutsch gesprochen wird als englisch :-). Nach dem kurzen Einleben in der WG, über die ich später mehr erzählen werde, gab es bis jetzt ein lockeres Programm zum Eingewöhnen: Spaziergang über den Campus, Essen im „Rocky Mountains“ und der ersten Erfahrung mit amerikanischem Bier, das seinem Namen (Sweet Water) mehr Ehre macht als der Bezeichnung „Bier“.

Am Montag erste Gänge um Formalitäten abzuklären: Anmelden beim International Office, Bankkonto errichten, Abgabe von Gesundheitsfomularen,… Schließlich das erste Treffen mit Mitarbeitern des Colleges und vor allem Prof. Lawrence (Larry) Jacobs, der wirklich einen sehr lockeren und angenehmen Eindruck macht. Am Abend dann ein Besuch im Kino (Batman – Dark Knight), ein meiner Meinung nach ganz guter Action-Film. Interessant vor allem auch die Reaktionen des Publikums, von dem durchaus mal eine mitreißende Actionszene beklatscht wird.

Ich habe leider noch kein Internet und auch noch keine Digitalcamera, was sich aber hoffentlich morgen beides ändern wird, so dass ich in Ruhe von zu Hause und mit ein paar Bildern schreiben kann. Für heute ist mal noch eine erste Shopping-Tour zu Walmart (Supermarkt) geplant. In den nächsten Tagen, wollen wir die freie Zeit bis zum Beginn der Einführungsveranstaltungen (etwa 12.8.) noch nutzen, um ein wenig zu reisen. Momentan ist eine 2 bis 3-Tages-Tour nach Charleston am Atlantik der Favorit.

Das Klima ist ürbigens extrem… Es sind momentan zwar geschätzt nur etwas über 30 Grad, aber eine Luftfeuchte von geschätzten 100% macht das Spazierengehen zu einem gefühlten Gang durchs Gewächshaus. Die anderen Extreme sind dann die überklimatisierten Gebäude (Hier ist wirklich j e d e s Haus klimatisiert, was angesichts des Wetters aber auch verständlich ist), die zum Teil unter 20 Grad haben. In meinem Zimmer herrrscht aber eine recht angehme Temperatur von über 20 Grad.

Die Eindrücke sind vielzählig, so dass ich hier gar nicht alles auf einmal aufschreiben kann. Mit der Zeit wird das Bild aber bestimmt immer vollständiger. Bis bald, dann hoffentlich mit Bildern!!!

10 Antworten zu “So, da!”

  1. walde Sagt:

    kein wunder das die amis kein deutsches bier vertragen…

    die frage muss ja jetzt kommen – wie ist der erste eindruck von den frauen?

    : )

  2. grinsekatze Sagt:

    Mein Bruder war ja auch mal in Atlanta und hat das mit den Klimaanlagen auch erzählt. Da muss man ja ständig krank sein oder sich ständig an- und ausziehen…

    Christoph will sich Batman auch noch unbedingt ansehen. Mal sehen, wann wir das schaffen.

    Dann leb dich mal schön ein – aklimatisieren, wie es ja so schön heißt 🙂

  3. scytale Sagt:

    Heyo. Schön zu hören, dass bisher alles geklappt hat. Ne Klimaanlage hätte ich hier in meinem Bauwagen auch gerne. Bei den aktuellen Temperaturen ist das langsam nicht mehr ertragbar…. :/

  4. fimbultyr Sagt:

    soweit ich den inhalt von dark night richtig mitbekommen habe, ist das eine einzige propaganda für die politik der bush-administration. aber wohl gut gemacht. nix für mich..

    schön zu hören, dass es dir gut geht!

    @scytale: ab freitag wirds wieder kälter 😉

  5. martin Sagt:

    @walde: Muss dich leider etwas enttäuschen. Der erste Eindruck ist der, dass die Quote nicht unbedingt arg viel besser ist als in Stuttgart. Wobei aber das Semester noch nicht losgegangen ist. Vielleicht ändert sich es ja noch ;-).

    @grinsekatze: Bin auch sehr erstaunt, dass ich diese Temperaturwechsel so gut weggesteckt habe, ohne krank zu werden… Aber selbst wenn: Ohne Klimaanlage würde man hier einen Vogel bzw. einen Hitzeschock kriegen. Ist halt nur manchmal ein bisschen zu viel des Guten.

    @scytale: ich kann gut mitfühlen…

    @fimbultyr: dann wäre ja jeder amerikanische Actionfilm ein Propagandafilm 😉

  6. fimbultyr Sagt:

    @martin: im normalfall schaue ich auch gar keine actionfilme 😉
    aber nicht alle actionfilme versuchen das böse auch mit illegalen mitteln zu bekämpfen als legitim darzustellen, dark night ist doch eine einzige allegorie auf guantanamo und abu ghraib (schreibt man das so?).

    einige feiern den rebellen (matrix), andere kritisieren die geheimdienste (enemy of the state), wieder andere polemisieren sehr deutlich gegen die außenpolitik der bush-administration (syriana). propaganda machen sie sicher alle, aber nicht alle für das gleiche 😉

    wirst du jetzt eigentlich überwacht, weil ich hier solche dinge schreibe?

  7. grinsekatze Sagt:

    Eine ehemalige Mitschülerin, die mindestens ein Jahr als Au Pair in den USA war, hat mir mal erzählt, dass die US-Amerikaner schlimme Erlebnisse und nationale Ängste mit Filmen verarbeiten. Das brauchen die auch, um damit klar zu kommen. Deshalb gibt es jetzt nur noch Filme über Terroristen und vorher eben Kriege. Ich finde, da könnte durchaus was dran sein. Ich finde Terroristenfilme ziemlich langweilig und bin völlig übersättigt, aber in den USA laufen die ja scheinbar sehr gut.

  8. martin Sagt:

    @fimbultyr: Hast Recht, ganz so einfach ist es nicht. Über diese tiefgründigen Dinge hab ich mir aber ehrlich gesagt während des Films gar keine Gedanken gemacht, fand den Film einfach spannend. War mir vorher nicht bewusst, dass Batman ein politisierender Film ist. Kann man natürlich schon so rein interpretieren, wie du es sagst.
    Also wenn ich beobachtet werde, verstecken die sich seehr gut 🙂

    @grinsekatze: Sicher werden in solchen Filmen aktuelle Themen verarbeitet. Terror ist jetzt nicht Schnee von gestern. Aber musst es natürlich nicht anschauen 🙂 . Gibt auch noch andere Filme hier.
    Die paar Tage, die ich jetzt hier rum gekommen bin, hab ich von einer „Terrorpanik“ überhaupt nichts gespürt. Die Leute sind hier insgesamt viel lockerer als in Deutschland. Ich bin dagegen amerikanische Politik und Amerikaner in einen Topf zu werfen.

  9. christian Sagt:

    Hi Martin,
    klingt nach einem guten Start. Nur mein Mitbewohner haette dir jetzt den Hals umgedreht so wie mir damals als ich meinen ersten und einzigen Einkauf im Wal-Mart gemacht hatte: „Do NEVER go to Wal-Mart again!!! Wal-Mart is SO evil!!“ waren ungefaher seine Worte…
    Viele Gruesse,
    Christian

  10. martin Sagt:

    Ja, Walmart ist ech ein großer Konzern, aber es ist halt eben gerade für Neuankömmlinge wie mich sehr geschickt, da es dort einfach alles gibt. Konnte dort gleich noch ein Glas, Besteck, Teller, Handtücher usw. dazukaufen. Sonst hätte ich nach zig anderen Läden suchen müssen, um alles zu bekommen.