Archiv für 10. August 2008

Trip nach Charleston

Sonntag, 10. August 2008

Vergangenen Donnerstag starteten wir drei eine kurze 2,5-Tagesreise nach Charleston am Atlantik. Auf der Hinfahrt besuchten wir in Macon (ca. 100 km südöstlich von ATL) das kostenlose „Museum of Aviation“ der U.S. Airforce, eine beindruckende Sammlung von ausgedienten Militärflugzeugen der amerikanischen Luftwaffe.

Altstadt Charleston

Nach etwa 5 stündiger Fahrt erreichten wir am Abend Charleston, das einst ein zentraler Handelspunkt für den amerikanischen Sklavenmarkt war. Noch heute leben dort, wie allgemein im Süden, viele Schwarze. War Charleston damals ein bedeutende Stadt aufgebaut auf Sklavenhandel und Reisanbau, so ist es heute mit seinen etwa 100.000 Einwohnern eher ein schönes Touristenstädtchen. Die Altstadt mit seinen typischen Häusern gibt einiges her.

Unterkunft fanden wir in einem Hostel (Notso Hostel, Spring Street) am nördlichen Rand des Touristenviertels. Wer mal in die Gegend kommen sollte: Das Hostel ist sehr zu empfehlen! Eine Nacht etwa 23 $ in einem 8er-Zimmer, die Leute sehr nett und die Bäder recht neu und sauber.

Altstadt Charleston

Die Besichtigungstour am Freitag begannen wir mit einem Besuch im „Charleston Museum“, dem ältesten Museum der USA (1773), das Geschichte, Kultur und Natur der Region ausstellt. Entlang der Meeting Street mit schönen Antebellumhäusern machten wir unseren Weg nach Süden zur Mündung des Ashley River in den Atlantik. Mittagessen dann in einem Seafood-Restaurant (leider nicht in dem durch Forrest Gump berühmten Bubba Gump, da sich dort eine Warteschlange gebildet hatte), wo es für ca. 15 $ ein reichliches Essen aus Meerestieren gab (Flunder, Shrimps, Tintenfisch und Austern). Auf dem Rückweg entlang der Uferpromenade bot sich ein Blick auf die dort vor Anker liegende USS Yorktown, einem ausrangierten Flugezugträger und die Cooper River Bridge (siehe Bild). Am Abend unternahmen wir eine gesellige Tour durch die Stadt mit einem Amerikaner aus Denver, den wir im Hostel kennen gelernt hatten, wobei wir sehr interessante Gespräche im wahrsten Sinne des Wortes über „Gott und die Welt“ hatten.

Cooper River Bridge

Aufgrund der dann doch etwas länger dauernden Tour am Abend, verfehlten wir unser Ziel, am frühen Samstag noch die USS Yorktown zu besichtigen und traten die Heimreise über Augusta an. Hier durfte ich zum ersten Mal unseren Mercury Grand Marquise fahren: Autofahren in den USA ist sehr entspannt. Kaum andere Autos, Tempomat, Automatikschaltung, gerade Straßen ohne Ende. Bei der Mentalität der Verkehrsteilnehmer kann sich Deutschland noch ein Scheibchen abschneiden. Hier wird sehr tolerant gefahren und kaum gehupt. Sehr schön finde ich auch die Regel, dass man an einer roten Ampel immer rechts abbiegen darf, wenn frei ist. Warum gibts das nicht bei uns??

Aiken-Rhett House

Am Montag geht dann erst mal das Unileben weiter: Eintragen der Kurse. Das heißt ich werde morgen nochmal schauen, welche Vorlesungen ich mir antun werde.