Papierkrieg gewonnen!

Endlich! Ich wusste am Ende nicht mehr wie viele Formulare ich ausgefuellt, unterschrieben und abgegeben habe, aber gestern war das vorlaeufige Ende des Papierkriegs und der „fun“-Teil des Studiums  kann beginnen. Trotzdem will ich kurz schreiben, was diese Woche so alles los war.

Am Montag war Graduate Orientation, wo Grundlegendes zum Studium gesagt wurde und einige „Abteilungen“ sich vorgestellt haben, wie z.B. Administration, Sprachprogramme, Fachschaft usw. Interessant fand ich den „Honor Code“, der fuer alle Studenten gilt und folgendermassen lautet:

„I commit to uphold the ideals of honor and integrity by refusing to betray the trust bestowed upon me as a member of the Georgia Tech community.“

Frei uebersetzt: „Ich verpflichte mich, die Ideale von Ehre und Rechtschaffenheit hochzuhalten, indem ich mich weigere, das Vertrauen, das mir als Mitglied der Georgia Tech Gemeinschaft gegeben ist, zu hintergehen.“

Dinge wie Abschreiben in Klausuren werden hier sehr persoenlich genommen, weil hinter dem Studieren an einer Uni mehr steht, als nur zu lernen, naemlich eine Art Gemeinschaftsgefuehl, wie im Eid erwaehnt.

Nach der Orientation gab es einige Veranstaltungen speziell fuer internationale Studenten bzgl. Arbeitserlaubnis, Steuern, Krankenversicherung,… Auffaellig die Vielzahl an Indern! Mehr als 50% der Auslaender sind Inder und 99% von ihnen studieren Informatik… Gestern war eine Welcome-Party fuer Internationale Studenten, wobei ich einen isolierten Getraenkebecher gewonnen habe :-). Es ist ein gewoehnungsbeduerftiges Gefuehl, Auslaender zu sein, aber der Vorteil ist, dass man von der Uni wirklich besonders umsorgt wird.

Am Mittwoch war der Tag des oben erwaehnten Papierkriegs, mit dem ich euch aber nicht weiter langweilen will. Momentan bin ich dabei, die Kurse fuers kommende Semester zu planen und zu registrieren. Zur Auswahl stehen momentan:

-Fundamentals of Digital Signal Processing (Digitale Signalverarbeitung)

-Principles of Continuum Mechanics (Grundlagen Kontinuumsmechanik)

-Principles of Management for Engineers (Grundlagen Management fuer Ingenieure)

-Linear Elasticity (Lineare Elastizitaet)

-Acoustic Materials and Devices (Materialen und Geraete in der Akustik).

Werde mir naechste Woche mal alle anhoeren und dann vier aussuchen.

Sorry, dass es immer noch keine Bilder vom Campus und der WG usw. gibt, aber ich habe gestern eine Kamera bestellt und rechne naechste Woche mit ihrer Ankunft, so dass hier alles ein bisschen bunter wird. Bis dahin!

3 Antworten zu “Papierkrieg gewonnen!”

  1. Marius Sagt:

    Hey Martin…
    witzige Sachen erlebst du ja dort. Also erstmal herzlichen Glückwunsch zu dem Becher! Ich wünschte, ich hätte auch so einen…

    trinkt ihr auch die ganze Zeit kaltes Wasser? Oder bist eher der „Soda“-Trinker?

    Also nochmal kurz zu diesem Denken:
    Amerikaner denken linear, d.h. sie sehen ein Ziel und sagen „So können wir da hin kommen“, dann ist der Blick nur noch darauf gerichtet und das ist okay.
    Deutsche denken da dialektisch, d.h. wenn jemand einen Vorschlag zu einer Lösung macht (These), dann sieht ein Deutscher dies meist kritisch und wirft ein „Ja, aber…“ (Antithese) ein. Dies führt dann zu einer Synthese zwischen These und Antithese, die dann zur These wird. Diese These wird wieder antithetisiert (Neologismus von mir…) und es kommt wieder zu eine Synthese, bis man sich irgendwann einig ist.

    So haben wir des gelernt…ist natürlich nicht als etwas absolutes zu betrachten…

    Grüßle
    Mari

    PS: Antwort ruhig in meinen Blog oder per Mail oder auch in deinem Blog =)

  2. Jasmin Sagt:

    Hi Martin,

    nun bist du also wirklich angekommen.:)
    Ich fliege morgen und mit noch recht ambivalenten Gefuehlen, aber die Freude ist viel stärker, als Bedenken sein koennen.
    Wir hatten eine wunderbare Zeit in Spanien, voller Abenteuer und Begegnungen.

    Was du schreibst hoert sich sehr gluecklich und interessant an.
    Wird bestimmt ein tolles Jahr.
    Vergiss dabei auch nicht, dass es andere Lokale gibt, als diese Fastfood-ketten:)
    und sicherlich entdeckst du jetzt ja auch all die schoenen Vorteile und das Leben, das eine WG eben auch bietet.
    Kann mich noch an deinen Satz erinnern:
    „Ich bin nicht so ein Wg-Typ,…“

    Wenn du zurueckkommst, wuerde mich freuen, dich als Kulturbegleiter ab und an erleben zu duerfen.:)
    Wegen der Noten, vielleicht kommst du ja auch nicht zu, vor allem in so einer WG, …, wenn doch: suche dir etwas Unterhaltendes raus, z.B. den piazolla tango und den Bach, vielleicht 1. oder 2. Saetze.
    Der Bach ist fuer dich auf alle Faelle in D-dur zu spielen nicht in Es.:)

    Dir viele neue Eindruecke, Offenheit und Begegnungen, die dir das Jahr reicher und bunter machen,
    LG Jasmin

  3. martin Sagt:

    Hey, dann einen guten Flug und dass du mir gut ankommst!

    Den ersten Satz von Bach bin ich gerade sogar ein bisschen dabei zu ueben. Die WG kann das nicht stoeren. In dem Haus macht sogar der Kuehlschrank einen Krach, dass mein Gitarrenspiel ein wahrer Ohrenschmaus sein muss… :-).