Archiv für 07. September 2008

Weekend Report

Sonntag, 07. September 2008

Ich war letzte Woche fleißig und am Donnerstag deshalb für einen Tag Hausaufgaben-frei, so dass das Wochenende für Gestaltung offen war.  Am Freitag gab es „Grad-Picnic“, wo alle Graduate Studenten zu freiem Burger und Hotdog Essen eingeladen waren. Habe sogar eines von 500 T-Shirts gewonnen – schon der 2. Gewinn nach dem Becher bei der OIE-Welcome Party, eine echte Glücksträhne gerade!

Atlanta Braves vs Washington Nationals

Atlanta Braves vs Washington Nationals

Allerdings war die Zeit beim Grad-Picnic knapp bemessen, da einige von uns Freikarten vom OIE (Office of International Education) für das Baseball-Spiel der Atlanta Braves gegen die Washington Nationals bekommen hatten. Während die Jackets letztens in der College Liga spielen, von der Spielstärke vergleichbar mit Regionalliga, spielen die Braves in der Major League Baseball (MLB), also der 1. Profiliga. Sehr beindruckend fand ich das Aufwärmen, wo sich die Spieler die Bälle mit einer noch nie zuvor gesehenen Präzision zuwarfen. Das Spiel selbst war, ähnlich wie beim Football, etwas länglich zuzuschauen. Im Prinzip läuft das Spiel wie Brennball, nur dass der Schläger (also der, der dann losläuft, wenn er den Ball getroffen hat) recht selten tatsächlich selbigen trifft. Aber so alle 5 Minuten geht es dann doch ab und die Spieler wuseln über das Feld. Ein Highlight auch der Braves Ritus, nach einer gelungenen Aktion den „Tomahawk“ zu schwingen: Zu einer bedrohlichen und eindringlichen Indianermelodie schwingen alle Zuschauer gemächlich aber kraftvoll den rechten Arm auf und ab, um die gegnerische Mannschaft „einzuschüchtern“.

Vor der 80er Party

Vor der 80er Party

Nach drei von neun Innings (nach etwa einer Stunde) ging es aber schon wieder Richtung Homepark, wo eine 80er Party steigen sollte. Was anfangs Probleme aufwarf (Woher 80er Kleidung bekommen? 80er, schrecklich…), wurde dann aber doch zu einem tollen Abend. Für 20 Dollar habe ich mir eine Trainigsjacke, eine Sonnenbrille und eine Mütze im 80er Stil gekauft (waren dazu extra in einem alternativen Shoppingviertel) und einmal in diesem Stil gekleidet findet man sich dann doch sogar in dieses Jahrzehnt ganz gut hinein. „Final Countdown“ war ja schon immer eins meiner Lieblingslieder (eins der wenigen aus den 80ern), aber an dem Abend hat es richtig gefetzt 😉 .

Frederik beim Aufstieg

Frederik beim Aufstieg auf Stone Mountain

Am Samstag waren Frederik und ich im „Stone Mountain Park“. Man zahlt 10$ pro Auto und darf dann dort alles Mögliche machen (Wandern, Fahrrad fahren, Picnic, und gegen Aufpreis Tretboot, Minigolf, Bimmelbahn,…). Das Zentrum ist der Stone Mountain, ein ca. 8 km im Umfang messender Felsklotz, an dessen Nordwand ein Relief ähnlich dem in Mount Rushmore eingemeiselt wurde, das die Südstaatenhelden Jefferson Davis (erster und einziger Konföderiertenpräsident) und seine Generäle Lee und Jackson zeigt. Zunächst bestiegen wir in etwa einer Stunde den Stone Mountain, von dessen Gipfel man die Skyline Silhouette von Atlanta sehen konnte. Unten angekommen erlebten wir die laut Interseite „longest running“ und „largest“ Lasershow der Welt, das „25th Anniversary Lasershow Spectacular“. Mit Musik, Laser und Feuerwerk wurden verschiedene Themen angerissen, z.B. Karikaturen von berühmten Filmen oder Lobeshymnen auf die Heimat und die USA und deren Geschichte. Insgesamt sehr beeindruckend und vor Augen führend wie sehr sich Patriotismus in Europa und den USA unterscheidet!

Vor der Lasershow am Relief

Vor der Lasershow am Relief

Nach dem erlebnisreichen Wochenende ist erst mal wieder schwäbischer Fleiß gefragt. In Digital Signal Processing stehen Hausaufgaben zur diskreten Fourier-Transformation und weißem Rauschen an…

Grüßles nach Deutschland!