Archiv für 30. Oktober 2008

Midterms Teil 2

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Der Oktober ist fast schon rum und damit auch eine der stressigsten Zeiten meines Aufenthalts hier. Fünf Midterm Exams und stetig weiterlaufende Hausaufgaben waren nicht immer einfach unter einen Hut zu bringen. Aber seit gestern ist der Prüfungsdruck der Midterms vorbei. Hier nochmal kurz, worum es in den beiden letzten Midterms ging.

In der Midterm von „Principles of Continuum Mechanics“ am Mittwoch letzter Woche war der Schwerpunkt auf der Kinematik (übersetzt in etwa Beschreibung von Bewegungen) von kontinuierlichen Medien. Ein Kontinuum kann man sich so vorstellen, dass an jedem Punkt (und die Punkte sind kontinuierlich im Medium verteilt) bestimmte Eigenschaften vorliegen, wie z.B. Spannung, Verschiebung, Verzerrung oder Energie, die durch verschiedene Naturgesetze zusammenwirken, wie z.B. das Hooksche Gesetz, das Spannung und Verzerrung durch eine lineare Beziehung verknüpft. Ich finde den Kurs ziemlich interessant, weil diese ganzen Konzepte einmal in einem grundlegenden Rahmen erklärt werden. In der Stuttgarter Vorlesung „Smart Structures“ wurden teilweise schon die gleichen Themen angeschnitten , aber damals war es doch eher Rätselraten, was sich hinter der „Materialableitung“ oder dem „Referenzvolumen“ verbirgt, was hier dank einer grundlegenden Herangehensweise doch zu einigen Aha-Erlebnissen führt.

Die zweite Midterm Exam in „Fundamentals of Digital Signal Processing“ behandelte zwei Themen. Zum einen das Sampling (Abtasten) von kontinuierlichen Signalen und Rekonstruktion eines digitalen Signals, also wie man die Konvertierung von kontinuierlich nach digital und zurück beschreibt. Darunter auch Upsampling und Downsampling, das die Abtastrate erhöht bzw. verringert. Durch die mathematische Behandlung wurde das Themengebiet um einiges greifbarer als in der Stuttgarter Vorlesung, wo einem der Stoff eher im Stil einer Bauernregel verkauft wurde (was nicht unbedingt negativ sein muss, wenn es um ein grobes Verständnis des Gebiets gehen soll). Der zweite Block ging wieder, diesmal vertieft, um lineare zeit-invariante digitale Systeme im z-Bereich, wobei Stichwörter wie Minimalphasigkeit, Allpass, lineare Phase und Flussgraf-Realisierung zu nennen sind.

Beide Midterms liefen sehr gut, so dass ich in den Finals wohl nur in „Linear Elasticity“ ernsthaft um eine gute Note bangen muss. Die Polster in den anderen Fächern sind durch die Midterms schon ganz gut.

Vom echten Leben gibts aus den letzten zwei Wochen dementsprechend wenig zu berichten. Am Samstag vor einer Woche waren die „Tischtennis Atlanta Open“, wo ich, wie ich gerade eben erfahren habe, in der College-Ausscheidung 10$ gewonnen habe, die sogar noch 15$ werden können, wenn ich heute Abend das Spiel um den 3.Platz, das wir damals verpennt haben, noch gewinne. Hab die Gebühren von 35$ fürs College-Tischtennis also bald drin, wenn ich so weiter mache 😉 .

Auch die Skype-Konferenz in die Party-WG 140 zum traditionellen Risiko-Spiel am letzten Donnerstag soll nicht unerwähnt bleiben. War schön, mal wieder einige Leute live zu sehen! Nur über die Vetternwirtschaft gegen Ende des Spiels muss noch diskutiert werden…. 😉

Mein Arbeitsplatz

Mein Arbeitsplatz im Lab

Passend zum heutigen Beitrag gibts nun ein Bildchen von meinem Arbeitsplatz im Lab im Mason Building. Da Anfangs noch Aline und Michael da waren, war es recht voll, so dass ich mir meinen eigenen Platz mit meinem Laptop in Larry’s (ehemaligem) Zimmer eingerichtet habe. Larry wurde vor etwa 2 Jahren zum Dean ernannt, weswegen er jetzt ein Büro im Tech-Tower, dem Chefgebäude, hat und nur noch selten hier auftaucht. Der VfB-Schal ist übrigens nicht meiner 🙂 .