Archiv für 17. November 2008

„Tracing the limits of language with Jazz…“

Montag, 17. November 2008

Ja, es gibt tatsächlich mal wieder etwas nicht-Universitäres zu berichten. Gerade ist ein bisschen Luftholen vor den Final Exams im Dezember möglich. Zunächst spielten am Freitag die GT-Basketballer ihr erstes Saisonspiel gegen die Mannschaft aus Winston-Salem und haben recht deutlich 92:47 gewonnen. Die Halle auf dem Campus, das „Alexander Memorial Coliseum“, bietet über 9.000 Sitzplätze, ganz voll war es aber nicht. Die glorreichen Zeiten von 2004, als sie das Finale der natiolen Ausscheidung erreichten ist wohl vorbei. Neben den gewohnten Showeinlagen der kleinen Marching Band (diesmal ohne Marching) und den Cheerleaders konnte man als Europäer wenigstens auch ein bisschen was mit der Sportart anfangen.

Basketball: GT vs Winston-Salem

Basketball: GT vs Winston-Salem

Am Samstag Abend folgte ein recht spontaner Besuch eines Konzert des Trios um Brad Mehldau, der laut Wikipedia „als einer der wichtigen Jazzpianisten der letzten Jahrzehnte gelten“ kann. Umso überraschter war ich zunächst, dass das Konzert ca. 1 Stunde nördlich von Atlanta in einem kleinen Militär-College für umsonst stattfinden sollte. Aber der Insider-Tipp hatte sich als hervorragend herausgestellt! Vielleicht um die 100 Leute waren in dem kleinen Saal, in dem dann wirklich Jazz vom feinsten geboten wurde (Soweit ich das beurteilen kann). Treffend beschrieb Mehldau seine Musik in einer Ansage während des Konzerts (sinngemäß) : „Das Lied hat noch keinen Namen. Wir müssen dann halt einen vergeben, wenn wir das Lied aufnehmen. Das ist dann wie eine Erkundung der Grenzen der Sprache durch Jazz.“ Hört es euch am besten selbst an (Brad Mehldau Trio – O Que Sera).

Und gestern war das zweite Regional Tournament im Tischtennis. Da viele wegen Lernstress fehlten, konnte ich diesmal alle Spiele mitmachen. Und falls ich mich hier selbst loben darf (ich war ja beim letzten Bericht übers TT auch selbstkritisch 😉 ) war das seit langem wieder mal eine tolle Leistung. Habe im Einzel nicht einen Satz abgegeben, wobei es zugegebenermaßen auch nur zwei gleichwertige Gegner gab. Durch unsere niederlagenfreie Bilanz im Team haben wir uns damit für die nationalen Meisterschaften nächstes Jahr in Minnesota qualifizert! Ein Erfolg, von dem unsere Footballer und Basketballer momentan nur träumen können 🙂 . Tischtennis ist natürlich auch nicht so die Sportart Nr.1 hier. Jetzt müssen wir nur noch einen Sponsor finden, der uns die Kosten ein wenig erleichtert. Hätte nicht ein geneigter Leser den Willen dazu?