Ostküste Teil III – New York City 25.12.-1.1.

Eine der Avenues, die in Nord-Süd Richtung verlaufen

Eine der Avenues, die in Nord-Süd Richtung verlaufen

New York – Die Stadt, die niemals schläft. Den Titel hat sich New York wahrlich verdient. Ich habe in meinem Leben noch nicht soviel Trubel und Geschäftigkeit auf einer so großen Fläche gesehen. Und die Fläche ist groß – Ursprünglich dachte ich, Manhattan (der Stadtteil, auf den wir unsere Reise beschränkten) sei vielleicht ein paar Kilometer lang, so dass man das meiste zu Fuß machen kann. Tatsächlich sind es aber an die 17 Kilometer vollgepflastert mit rechteckigen Blöcken, Straßen und Wolkenkratzern. Es ist kaum zu glauben, wer das alles mal gebaut haben soll. Immerhin ist das U-Bahnnetz sehr gut ausgebaut und auch erschwinglich (25$ für ein Wochenticket), so dass einem trotz der Größe alles offen steht. Günstig ist New York allerdings keinesfalls! Das Hostel kostete für uns drei  z.B. nur geringfügig weniger als das Hyatt Regency Hotel mit vier Sternen in Boston… Und auch für den Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten lässt man die Touristen, die es wirklich zu Hauf gibt,  gut in die Tasche greifen.  Es verging kaum ein Tag, an dem man nicht jemanden in der UBahn oder auf der Straße deutsch sprechen hörte.

Südspitze von Manhatten (vom Empire State aus)

Südspitze von Manhatten (vom Empire State )

Eingangshalle des American Museum of Natural History

Eingangshalle des American Museum of Natural History

Wir näherten uns der Stadt mit einer Mischung aus Fußmärschen durch interessante Gebiete und dem Besuch von Attraktionen. Für letztere besorgten wir uns für 74$ den „Citypass“, der den  Eintritt  in sechs verschiedene Attraktionen erlaubt, die zu den Highlights von New York gehören. Das Museum of Modern Art (MoMA), das Guggenheim Museum (vor allem architektonisch toll), das Metropolitan Museum of Art (riesig groß!!), das Museum of Natural History (total viele Kinder unterwegs), die Aussichtsplattform des Empire State Buildings und eine Rundfahrt zu Liberty Island (Freiheitsstatue) und Ellis Island (Immigrations-Museum). Wenn einen all diese Dinge interessieren lohnt sich der Citypass sehr, zumal ein großer Vorteil ist, dass wir oft an Ticketschlangen vorbeigewunken wurden, was uns z.B. beim Empire State etwa eine Stunde Wartezeit erspart hat (Waren insgesamt trotzdem noch 2 Stunden aber immerhin…). Die Ausblicke vom Empire State und vom Wasser aus auf die Skyline sind unglaublich schön, so dass sich bei gutem Wetter das Anstehen schon gelohnt hat. Um den Höhenblick zu genießen kann man aber auch für 18$ auf das GE-Building des Rockefeller-Centers, das nicht so viel Andrang hat und den Vorteil hat, dass man das Empire State Building von dort aus fotografieren kann. Diesen Aufstieg machten wir bei Nacht. Ein weiterer Tipp ist die Staten Island Fähre, die einen umsonst nach Staten Island und zurück bringt und schöne Blicke auf die Skyline bietet.

Empire State Building (vom Rockefeller Center)

Empire State Building (vom Rockefeller Center)

Man sieht so viel in der Stadt, dass allein schon das Aufzählen Seiten füllen würde. Daher nur noch meine weiteren persönlichen Highlights: Times Square muss man gesehen haben, vor allem bei Nacht. Die riesigen Leuchtreklamen machen den Platz zu einem bunten Lichtermeer, in dem sich Menschenmassen hoch und runter schieben. Der Spaziergang auf der Brooklyn-Bridge war auch sehr schön, wenn auch das Wetter leider sehr neblig war, so dass die meisten Gebäude im Schleier lagen. Im Central Park kann man inmitten der Stadt auch ein wenig (angelegte) Natur erleben, was auch mal ganz gut tut.

Central Park, Jaqueline Kennedy Onassis Reservoir

Central Park, Jaqueline Kennedy Onassis Reservoir

Freiheitsstatue auf Liberty Island

Freiheitsstatue auf Liberty Island

New York ist eine Stadt mit Superlativen und man staunt nicht wenig. Mir war es nach 7 Tagen dann aber auch genug mit all dem Trubel. Atlanta erscheint einem dagegen irgendwie als verschlafenes Nest, aber zum Wohnen ist ein bisschen Ruhe doch auch angenehm. Silvester (unser Zug fuhr am 1.1. um 7 Uhr nach Boston) verbrachten wir nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, am Times Square, wo der herunterfallende Apfel das neue Jahr markiert, da es in dieser Nacht bitterkalt und windig war. Stattdessen waren wir im East Village in einem kleinen Club, wo die Zeit bis in die frühen Morgenstunden dann auch recht schnell vorüber ging. Von der anschließenden Zugfahrt nach Boston kann ich nicht viel erzählen, außer ein paar verschlafener Blicke auf die traumhaften Schneelandschaften von Connecticut und Rhode Island entlang der Strecke nach Boston, Massachusetts.

8 Antworten zu “Ostküste Teil III – New York City 25.12.-1.1.”

  1. grinsekatze Sagt:

    Die MoMA-Ausstellung war ja auch lange Zeit in Berlin, aber schon da waren die Schlangen extrem, so dass ich es leider nicht sehen konnte. Die Menschenmassen in New York kann man da ja nur erahnen.
    Da liefen doch bestimmt nur Sex-and-the-City-Mädels rum in Stöckelschühchen, oder? 🙂

  2. scytale Sagt:

    Die Bilder sind natürlich echt beeindruckend und es ist wirklich eine faszinierende Stadt. Aber wie du auch schon sagst, will man da doch eigentlich nicht leben?! Kann man IN der Stadt eigentlich irgendwo wirklich Ruhe finden? Ich kann mir vorstellen, dass in den Parks auch relativ viel los ist.

  3. martin Sagt:

    @grinsekatze: Denke die Menschenmassen duerften vergleichbar sein, denn in Berlin wussten die Leute ja, dass die Ausstellung nur begrenzt da ist. Aber stimmt schon, da war echt viel los (wie in jeder Citypass-Attraktion). In die Sonderaustellung von Van Gogh kamen wir z.B. gar nicht rein. Im Museum sind mir die Sex-and-the-City-Girls nicht aufgefallen, aber auf der Strasse waren schon ab und zu so ein paar Quasselstrippen, die daran erinnert haben 🙂

    @scytale: Die Vorstellungen sind unterschiedlich. Vielen gefaellt es wohl auch, wenn immer was los ist (oder man immer die Moeglichkeit hat, fast alles zu machen). Aber ein einsames Plaetzchen findet man wohl wirklich nur in seiner Bude. Auch im Central Park sind immer Leute unterwegs (ausser vielleicht nachts, aber da solltest du dann auch nicht hin gehn 😉 ). Die Gegenden um den Central Park sind auch nicht mehr ganz so hektisch, aber dementsprechend teuer. Ich denke auch, wenn du da geboren bist, dann findest du andere Staedte wahrscheinlich nur langweilig.

  4. elmo Sagt:

    haha das oberste bild is geil. schöne rote fasade und dahinter der letzte kackbau 🙂

  5. martin Sagt:

    Das ist mir noch gar nicht aufgefallen! Vielleicht ist New York ja nur eine riesige Fassade!? 😀

  6. benjamin Sagt:

    kommt mir das nur so vor oder ist das Bild mit Dir vor der Freiheitsstatue verzerrt?
    Aber vielleicht sieht man auch nur, dass die amerikanische Ernährungsweise bei dir bereits anschlägt?! 😉

  7. martin Sagt:

    Findest du, ich seh dick aus auf dem Bild!? Ich hab ne Winterjacke an, ok, aber sonst hab ich eher das Gefuehl abgenommen zu haben (Hab leider keine Waage, daher nur geschaetzt).

    Dass ich fast so gross bin wie die Statue ist in der Tat verzerrt, das liegt an der Perspektive 😉

  8. benjamin Sagt:

    Ach, es ist also doch die Perspektive. Ich dachte doch, dass du in so kurzer Zeit nicht so gewachsen sein kannst 😉

    Ich dachte eigentlich eher an eine 16:9 Verzerrung in die Breite. Aber das muss wohl irgendwie täuschen. komisch.