Chinese New Year, Pamela Anderson und NHL

Über die Kreativität des Titels darf gestritten werden, doch mir ist partout kein anderer  eingefallen, der diese drei zusammenhangslosen Begriffe verbindet. Konstruktive Vorschläge nehme ich gerne entgegen 🙂 .

Beim Dumplings Essen

Beim Dumplings Essen

Selbstgemachte Dumplings

Selbstgemachte Dumplings

Am Montag war das chinesische neue Jahr, das man auch als Frühlingsfest (Spring Festival) kennt. Nicht dass das hier in den USA übermäßig gefeiert würde, aber da ich mich in den letzten Wochen mit einigen chinesischen Studenten angefreundet hatte, war ich bei einigen Feiern dabei. In China wird nämlich nicht nur am Abend vorher („Silvester“) gefeiert, sondern die Feiern können unter Umständen bis zu einem Monat vorher beginnen, wie mir Jintang, mein chinesischer Mitbewohner, sagte. Und Feiern besteht in der chinesischen Tradition wohl hauptsächlich aus Essen, u.a. Dumplings (siehe Bild), kleine, mit Fleisch gefüllte  Teigtaschen, im Prinzip ähnlich wie Maultaschen. Einige durfte ich sogar selbst zubereiten, was gar nicht mal so schwierig ist.  Wer bei Betrachtung des anderen Bilds denkt, ich hätte gelernt mit Stäbchen zu essen, der wurde getäuscht. Ich halte die Stäbchen da nur fix wie eine Schaufel ohne sie relativ zueinander zu bewegen 😉 . Aber ich trainiere hart, es zu lernen. Wir haben nun übrigens das Jahr des Ochsen, gourmet-technisch ein Fortschritt zum letzten Jahr, dem Jahr der Ratte…

Am Samstag habe ich tatsächlich Baywatch Girl Pamela Anderson gesehen. Sie war „zufällig“ im gleichen Atlantaer Club wie wir, allerdings etwas vom normalen Volk abgeschirmt. Der Club an sich war extrem schlecht (Ich erwähn den Namen gar nicht erst, da ich ihn schon wieder vergessen habe), aber immerhin konnte man(n) Pamelas wallendes blondes Haare aus der Ferne bestaunen. Gegen Ende ist sie aber doch noch an uns vorbei gelaufen, so dass an ihrer Identität kaum ein Zweifel besteht. Ich habe leider kein Bild von Pamela Anderson gemacht, aber wer eins sehen will, findet auf google.com unter gleichnamigem Suchbegriff so einige 🙂 .

NHL - ATL Thrashers vs. NY Islanders

NHL - ATL Thrashers vs. NY Islanders

Spielstand nach 14 Minuten

Spielstand nach 14 Minuten

Und gestern Abend hatte ich dann auch Nummer 3 der amerikanischen Profisport-Ligen gesehen. Beim Invers-Tabellenspitzenspiel der NHL (Eishockey-Liga) trafen die Atlanta Thrashers (vorletzter) auf die Islanders aus New York (letzter). Nach 14 Minuten stand es auch schon 4:0 für die Islanders, so dass wieder mal die amerikanische Unterhaltungskunst bei Sportveranstaltungen zum Höhepunkt avancierte. Besonders herauszuheben dabei die tolle Eishockey-Orgelmusik, die einen mit nahezu jedem bekannten Ohrwurm zum Mitklatschen animierte, und die leicht bekleideten Eisläuferinnen, die sich in den kleinen Pausen mit Wischern und Schaufeln um das Wohl des Eises bemühten. Im 2. Drittel nahm die Schlummerstimmung ihre Fortsetzung, weil einfach nichts passiert ist, bis sich schließlich zwei Spieler ein Herz fassten und eine einminütige Rauferei begannen. Das Stadion stand Kopf… Im letzten Drittel drehten die Thrashers auf und kamen auf 3:4 heran, doch dann der Todesstoß, das 3:5. Am Ende lautete es 4:5 für den Tabellenletzten. Naja, Eishockey scheint in Atlanta nicht die Nummer 1 zu sein, aber das kann man im Süden der USA ja auch nicht erwarten, wo einige Menschen in ihrem Leben noch nicht einmal selbst Schnee gesehen haben 😉 .

4 Antworten zu “Chinese New Year, Pamela Anderson und NHL”

  1. scytale Sagt:

    Auf das NHL-Schauen bin ich nun schon etwas neidisch. Das würde ich auch gerne mal live erleben. So 100%-TV-geeignet ist das Spiel ja durch den schnellen kleinen Puck nicht. Aber in der Halle ist sicher eine Mega Stimmung. Besonders natürlich in den USA… Die Prügeleien sind übrigens, soweit ich das mitbekommen habe, fast immer insziniert damit – wie du ja auch bemerkt hast – die Halle mal richtig ausflippen kann… 🙂

  2. martin Sagt:

    Es kommt auf das Spiel an. Da hier der letzte gegen den vorletzten gespielt hat und man glaub auch nicht absteigen kann, war die Motivation bei den Spielern irgendwie nicht so gross, hatte ich das Gefuehl, was sich dann auch auf die Zuschauer uebertragen hat. Aber gegen Ende war die Stimmung dann schon ganz gut, obwohl das Stadion nur so halb voll war 🙂

    Weiss nicht, ob die schon vorher absprechen, wann wer mit wem pruegelt, aber wenns mal soweit ist, ist es sicher inszeniert, was man auch daran sehen kann, dass die Schiedsrichter eine Minute lang daneben stehen und zuschauen 😉

  3. Marius Sagt:

    Aaaaaaalso…
    ich als neuer bekennender Eishockey-Fan (damit meine ich Fan der NHL…bzw. der „Calgary Flames“(spitzen Team!!)) kann ja da mal ein wenig auf die Sprünge helfen…

    Also ursprünglich waren Kämpfe in der NHL dafür da, um Spitzenspieler, Capitäne und Torhüter zu schützen. Hatte also ein Team einen extrem guten Spieler wurde meistens vom gegnerischen Team versucht, diesen durch unfaire Zweikämfe und unfaires Eingreifen irgendwie außer Gefecht zu setzten. Darum gab es schon immer so eine Art „Schutz“ für diese guten Spieler/Captains/Torhüter, indem einige Spieler des Teams „Fighter“ eine Schlägerei mit dem Kerle angefangen haben, um eine Lektion zu erteilen und das ganze nicht unbestraft zu lassen.
    In den heutigen Zeiten sind spieler allerdings durch die Schiedsrichter relativ gut abgesichert, da Fouls wie Ellenbogen/Cross Checking/High Sticking/Slashing/Tripping eigentlich an sich relativ oft gepfiffen werden.
    Allerdings muss mal einfach sagen, dass den Nordamerikanern die Schlägereien unglaublich gefallen und darum Kämpfe heute eben nicht mehr den Schutzmechanismus haben, jedoch an Unterhaltungswert nichts verloren haben. Dennoch kann man trotzdem nicht sagen, dass die Schlägereien inszeniert sind, da sie schon noch echt sind (im Gegenteil zur WWE), allerdings haben sie meistens nicht mehr wirklich einen Grund. Sobald zwei spieler sich eben ein wenig Respekt verschaffen wollen und beide Bock auf einen Kampf haben, gehts halt los… soviel dazu.
    Vielleicht interessant zu wissen noch: Es gibts derzeit DIE Debatte über diese ganzen Kämpfe, also ob man sie in der NHL verbieten sollte, oder nicht…

    Es grüßt
    – Marius

  4. martin Sagt:

    Mari, du koenntest ueberlegen, ob du als Beitrag zu dieser Debatte nicht ein Dossier veroeffentlichen willst 😀 ? Nein ernsthaft, macht schon Sinn, was du sagst und zumindest den aktuellen Teil hab ich mir auch so in etwa gedacht, dass es schon spontan ist, aber nicht wirklich „ernsthaft“. Ich bin ganz klar pro Raufereien, war definitiv ein Hoehepunkt im Spiel! 🙂
    Vielleicht waere meine Eishockeybegeisterung mit einem besseren Team auch hoeher… Wobei ich ja auch nur ein Mal bei den Steelers in Bietigheim war :-/