Orlando, ganz untouristisch

Disneyworld, Universal Studios, Seaworld sind wohl einige der ersten Stichworte, die einem zu Orlando einfallen. Diese ließen wir jedoch im wahrsten Sinne des Wortes links (manchmal auch rechts) liegen, als wir nach 9-stündiger Fahrt in der Nacht zum Samstag in der Touristenmetropole im Sunshine State Florida unser Hotel ansteuerten.  ‚Wir‘ sind in diesem Fall keine vergnügungshungrigen Touris, sondern zehn Tech Studenten, die im ACUI Regional Table Tennis Tournament um den Einzug in die nationalen College Meisterschaften im Einzel wettstreiten wollten.

Unser Team: hinten v.l.n.r. Abhishek, Gautam, Mr. X aus Y, Coach Presley, Aneece, Deepak. Vorne Pasath, Albert, Domenico, Martin, Siva

Unser Team: hinten v.l.n.r. Abhishek, Gautam, Mr. X aus Y, Coach Presley, Aneece, Deepak. Vorne Pasath, Albert, Domenico, Martin, Siva

Die Hinfahrt gestaltete sich schwierig, da wir erst nach 16:30 Uhr (Treffpunkt 15 Uhr…) am Freitag loskamen, und Atlanta + Berufsverkehr= 2 Stunden extra. Ich durfte bei Coach Presley mitfahren, unserem eher Organisations- als Trainingscoach, von dem ich ja schon berichtet habe. Während der langen gemeinsamen Zeit habe ich einige interessante Dinge über ihn erfahren. Denn was er fast noch mehr liebt als reden ist Bowling spielen. Letztes Wochenende hat er im Doppel mit seinem Sohn die Bowling US Open in Las Vegas gewonnen. D.h. ich bin hier quasi mit einer Bowlinglegende per du… Die Ausführungen über die Oberfläche der Kugel und der Bahn und Geschichten über seine professionellen Softball-, Basketball-, Tischtennis- und Marchingbandkarrieren werde ich vielleicht später mal in einem extra Blog wieder aufnehmen 😉 .

Martin und Aneece, Campus Univ. of Central Florida, Orlando

Martin und Aneece, Campus Univ. of Central Florida, Orlando

Das Turnier am nächsten Tag verlief reibungslos, bis auf die Tatsache, dass wir eine Viertel Stunde zu spät kamen, weil sich morgens erst noch unsere vier Inder durch die eine Dusche quetschen mussten ohne sich Gedanken über Zeitplanung zu machen. Morgens wurden in einer Gruppenphase die besten 16 Spieler aussortiert, darunter sechs unserer Spieler. Von nun an KO-System. Das Ziel war es unter die besten vier zu kommen, die dann für die nationalen Meisterschaften qualifiziert wären. Die All-you-can-eat Mittagspause in der Mensa der University of Central Florida, wo das Turnier stattfand, tat mir allerdings nicht so gut. Beinahe wäre ich im Achtelfinale eingeschlafen, konnte mich gegen einen nicht allzu guten Gegner names Kwot oder so ähnlich dann doch zusammenreissen. Im Viertelfinale verlor ich dann aber chancenlos gegen den späteren Turniersieger aus Puerto Rico und bin dann in der Gesamtwertung 8. geworden. Insgesamt haben die Spieler aus Puerto Rico klar dominiert. Nur Deepak, unser bester Spieler hat es geschafft, sich für die Nationals zu qualifizieren. Unter den Spielern aus Georgia und Florida waren wir aber deutlich vorne. Nichtsdesotrotz fahren wir als Team am 3. April zu den College Nationals in Rochester, Minnesota.

Schnee! vor meiner Wohnung!

Schnee! vor meiner Wohnung!

Am gleichen Tag fuhren wir mit einem Auto auch wieder zurück, da viele Vielbeschäftigt sind. Und dann das: Heute morgen schneit es in Atlanta! Während wir in Orlando mit kurzen Hosen bei über 20 Grad auf dem Campus herumgeschlampert sind, ist hier Mütze und Handschuhe angesagt… Naja, kein Fisch ohne Gräten. Und a propos Fisch.

Ocean Voyager im Georgia Aquarium, Atlanta

Ocean Voyager im Georgia Aquarium, Atlanta

Walhai

Walhai

Als kleinen Nachtrag noch ein, zwei Bilder vom GT at Aquarium vor zwei Wochen. Für 7$ konnten GT Studenten ins Georgia Aquarium, was normalerweise über 30$ kosten würde. Hauptattraktion ist ein Walhai, der in einem riesigen Panoramabecken schwimmt. 30$ find ich aber trotzdem etwas übertrieben als Eintittspreis, so dass ich persönlich es nicht empfehlen würde, für den Preis reinzugehn. Es sei denn man mag Fische (zum Anschauen…). Vor Spring Break werde ich dann auch noch ein bisschen berichten, was studienmäßig so alles los ist, bevor Alex, Frederik und ich dann in zwei Wochen eine Rundreise durch Florida starten.

3 Antworten zu “Orlando, ganz untouristisch”

  1. Simone Sagt:

    Hey Bruderherz,
    jetzt bin ich aber enttäuscht, dass du das TT-Turnier nicht gewonnen hast. Ich dachte du machst die da drüben alle platt 😉

    However, jetzt haben wir schon März!! d.h. unser Besuch ist nicht mehr weit weg… =)
    Freu mich! *g*

    Dicken Schmatzer und greetz nach usa,
    deine sis =X

  2. elmo Sagt:

    hihi, schaut mal die „infobroschüre“ an, die der chinamann links unten auf dem bild „Ocean Voyager im Georgia Aquarium, Atlanta“ in der Hand hält. Da lernt man ja richtig was 🙂

  3. martin Sagt:

    @Simone: Naja, wenn die da auch Puerto Ricaner zulassen… In paar Jahren kommt da womoeglich noch die chinsesische Nationalmannschaft… 😉

    @elmo: ohja, da lagen so Broschueren aus. Wobei das allerdings eher wie ein Kinderbuch aussieht. Schade, dass man den Text nicht lesen kann. (Bloede Kamera…)