Florida Teil I (13.3.-17.3.)

Wichtigste Stopps unserer Rundreise

Wichtigste Stopps unserer Rundreise

Spring Break! – Leider nun fast schon wieder vorbei, aber intensiv genutzt, nämlich für eine Rundreise im Sunshine State. In einer starken Woche legten Alex, Frederik, unser Mercury und ich über 1800 Meilen (ca. 2900 km) auf Floridas Highways zurück. Links findet ihr eine Karte mit unseren wichtigsten Stopps. Wir fuhren zunächst die Ostküste hinunter nach Miami, weiter zu den Keys und zurück dann am Nordrand der Everglades und entlang der Westküste. Dadurch, dass wir immer wieder was anzuschauen hatten, hielt sich der Fahrstress in Grenzen. Viel Sonne, Strand, Palmen und warmes Wetter  gab’s in dieser Woche, was die Wintergefühle der letzten Monate endgültig vergessen ließ.

Castillo De San Marcos in St. Augustine

Castillo De San Marcos in St. Augustine

Der erste Stopp galt der ältesten Stadt der USA, St. Augustine, das viele alte Häuser und damit das Flair der spanischen Kolonialzeit bewahrt hat. Die Amerikaner fahren auf solche Sachen bekanntlich ziemlich ab, so dass mir die Stadt fast schon wieder zu touristisch war. So schön die Altstadt und das berühmte Fort Castillo De San Marcos auch ist, muss alles mit verkleideten Menschen, „Geisterführungen“ und Piratengeschichten ins Kitschige gezogen werden. Aber wenn man sich von solchen Dingen nicht stören lässt (oder es einem sogar gefällt), ist die Stadt sehr sehenswert, wobei von Deutschland aus eine Reise nach Spanien vielleicht eher zu empfehlen wäre… Am besten hat mir das Flagler College gefallen. Flagler war ein Eisenbahnmagnat um 1900 und hatte Geld wie Heu, von dem er das College im spanischen Stil erbauen ließ – Also wieder mal so ein Gebäude, das architektonisch nicht in seine Zeit gehört, aber trotzdem einfach schön anzuschauen ist. Von touristischen Fallen wie dem „Jungbrunnen“, den man hier angeblich findet, hielten wir uns fern und fuhren am nächsten Tag weiter nach Daytona Beach, das berühmt für seine Spring Break Aktivitäten ist, oder war?…

Flagler College, St. Augustine

Flagler College, St. Augustine

Daytona Beach - bekannt für den befahrbaren Strand

Daytona Beach - bekannt für den befahrbaren Strand

…wohl eher ‚war‘. Einigen Quellen zufolge ist inzwischen Panama City das Zentrum der Spring Breaker, das aber ungeschickt am Panhandle Floridas (dem Zipfel bei Tallahassee) liegt, so dass es uns den Umweg nicht wert war. In Daytona Beach war schon einiges los, vor allem viele junge Spring Breaker auf den Straßen, aber bei weitem nicht das, was man denkt, wenn man ‚Spring Break‘ hört. Naja, und da die Spring Break Parties nicht die erwarteten Geschichten liefern, erzähl ich eben noch ein bisschen vom Minigolf, vom Adventure Golf, um genau zu sein. Im Gegensatz zu deutschen Minigolfanlagen, wo jede Anlage die gleichen Bahnen hat, sind Minigolfplätze hier richtige Themenparks mit kreativen Bahnen. Wir hielten uns auf einer Pirateninsel auf, die richtig hübsch anzuschauen war. Mein besonderer Dank geht an den Grabstein namens R.I.P., der meinen Ball, den ich ihm ungewollt zugepasst hatte, mit der einzigen ‚1‘ des Tages direkt ins Loch versenkte.

R.I.P. und ich

R.I.P. und ich

Shuttle Start

Shuttle Start

Glück hatte ich, bzw. diesmal wir alle drei, auch bei unserem nächsten Aufenthalt in Cocoa Beach, das nur einige Meilen südlich von Cape Canaveral liegt, auf dem sich bekanntlich das Kennedy Space Center befindet: Just an diesemTag fand doch tatsächlich ein Space Shuttle Start statt, der immer wieder verschoben worden war, um uns an diesem Tag eine Freude zu machen. Oder war es wegen leckender Gasleitungen?… Wie auch immer konnten wir den Start quasi vom Hotelstrand aus verfolgen und ich muss sagen, das Ganze war spektakulärer als ich es mir zunächst vorgestellt hatte. Plötzlich wird es hinter einigen Häusern leuchtend hell, eine Feuerkugel steigt nach oben und hinterlässt eine Rauch- und Dampfsäule, die in rötlichen Farben in der untergehenden Sonne schimmert und vom Wind zu kunstvollen Formen verzogen wird. Neben dem ganzen Knipsen musste ich mich anhalten, auch ein bisschen live zu genießen. Am nächsten Tag besichtigten wir dann das Space Center, das mit 40$ nicht gerade billig ist, jedoch schon einiges bietet. U.a. eine Bustour über das Gelände (Aussichtsplattform, Apolloprogramm-Center, ISS-Gebäude), Raketenpark, zwei IMAX-3D-Filme, Space Shuttle in Originalgröße, die U.S. Astronaut Hall of Fame, und noch einige kleinere Sachen. Also einen Tag kann man hier locker verbringen!

Kennedy Space Center - Startrampe

Kennedy Space Center - Startrampe

Übernachtet haben wir dann in Vero Beach, das wie eigentlich alles, was ein ‚Beach‘ im Namen hat, einen weiteren schönen Sandstrand hat. Von dort fuhren wir größtenteils über den Scenic Highway A1A entlang der Atlantikküste nach Miami. Die A1A ist um einiges langsamer als einfach einen Interstate Highway zu nehmen, hat dafür aber den Vorzug, immer mal wieder schöne Blicke aufs Meer zu ermöglichen. Leider sind große Teile der Strecke schon bebaut, so dass wir eher Hotels betrachten und Strandvillenbesitzer beneiden mussten. Auf der A1A zu fahren ist also nicht ganz so idyllisch, wie ich es mir vorgestellt habe, aber für einige Teile der Strecke tut die Abwechslung doch mal ganz gut als immer nur von Wäldern besäumte Interstates zu befahren. Auf dem Weg nach Miami lagen auch Palm Beach, die Stadt der Superreichen, und Fort Lauderdale, durch die wir mit gezückter Kamera durchhuschten.

Vero Beach

Vero Beach

Zur Erinnerung, je weiter wir fuhren, desto weiter kamen wir nach Süden und das Wetter und die Natur wurden immer (sub-)tropischer. Und was wir zwischen Miami, dem südlichsten Punkt der kontinentalen USA auf Key West und der Rückkehr nach Atlanta erlebt haben –  demnächst in der Fortsetzung.

8 Antworten zu “Florida Teil I (13.3.-17.3.)”

  1. scytale Sagt:

    Wo sind die Mädels?!!

  2. walde Sagt:

    oh ja ein paar Spring Breakerinen wären mal interessant…

    ich finde es faszinierend in diesen bericht palmen, sonne… zu sehen, wärend
    in den vorletzten bericht schnee zusehen war.

  3. martin Sagt:

    @scytale: Ts, also wie schon gesagt, es war nicht wirklich spektakulaer und Fotos von irgendwelchen Maedels zu machen und dann zu veroeffentlichen sollte dem Herrn Datenschuetzer eigentlich zu wider sein 😉

    @walde: Gib einfach ‚Spring Break‘ bei google ein 🙂 . Du kannst auch ‚Bikini‘ eingeben, kommt wahrscheinlich aufs selbe raus, rein optisch.

    Ja, das mit dem Wetter ist wirklich so, dass es nur 4-5 Autostunden suedlich in Florida schon um einiges waermer ist als hier in Atlanta. Aber zumindest tagsueber ist es hier jetzt auch schon recht schoen und warm.

  4. benjamin Sagt:

    Ich hab gehört, bei uns (in se good old Germany) soll es stellenweise diese Woche wieder schneien 🙁
    Da kann man richtig neidisch werden…Strand, Palmen, Meer…*seufz*

  5. martin Sagt:

    Naja, so ab Juni will ich dann wahrscheinlich wieder zuruecktauschen, wenns dann hier ueber 35 Grad wird, oder so…. 🙂

  6. Ulf Sagt:

    WAAAAA!!! Ich bin so mega-neidisch auf den Shuttlestart!!!

  7. martin Sagt:

    Ulf, sooo spannend wars auch wieder nicht 😉

  8. elmo Sagt:

    ulf meinte ja auch er wäre gern au so abgedüst wie das shuttle.