Archiv für April 2010

Walt Disney World – Epcot

Mittwoch, 28. April 2010

Als kleiner Lückenfüller bis zur Abreise folgt ein Bericht über die zwei Wochen USA, die ich Mitte März unternommen habe. Neben den Gesprächen mit Professoren über ein mögliches Ph.D.-Studium und den Wiedersehenstreffen mit Freunden in Atlanta usw. unternahmen Fiona und ich auch einen Tagestrip zum Themenpark Epcot, der Teil des World Disney World Ressorts in Orlando ist. Der wohl bekannteste Themenpark ist Magic Kingdom mit dem Cinderella Castle – das ist aber was für Kinder… 🙂  Epcot ist weniger ein Park mit vielen Achterbahnen (dafür gibt es viele andere und günstigere Alternativen im ganzen Land, z.B. Six Flags over Georgia bei Atlanta), sondern wie der Name sagt, ein Themenpark. Die Hauptthemen von Epcot (Experimental Prototype Community of Tomorrow) sind Technologie, Innovation und Zukunft.

Spaceship Earth

Der erste Teil der Parks verkörpert vor allem diese Themen. Das Zentrum bildet das Spaceship Earth (eine großes, metallisch schimmerndes, kugelähnliches Gebilde), das innen aber eher unspektakulär die Menschheitsgeschichte in 5 Minuten zusammenfasst, gesponsert übrigens von Siemens. Mit am besten fand ich das  Soarin‘, wo das Segeln in der Luft simuliert wird. Man sitzt in einem beweglichen Sitz, die Beine baumeln herunter und auf der riesigen Leinwand fliegt man durch alle möglichen schönen Landschaften. Die vermeintliche Echtheit des Fluges entsteht dadurch, dass der Bildschirm so groß ist (bzw. man ist so nah dran), dass man keine Ränder sieht. Zudem werden Luftzüge, Wasserspritzer und Düfte miteingebaut.

Das Test Track , gesponsert von GM, ist das einzige Fahrgeschäft, wo Adrenalin ins Spiel kommt. Man sitzt in einem Cabrio-Prototypen und macht die Sicherheitstest des Autobauers live mit (Kurvenfahren, Hitze, Kälte, Hochgeschwindigkeit, Crashtest…). Ein weiterer Höhepunkt des Parks ist natürlich die Fotoecke, wo man Bilder mit berühmten Disneyfiguren machen kann. Hier haben wir am längsten gewartet…

Mickey und Martin

Der zweite Teil des Parks ist die World Showcase Lagune, quasi ein „Weltpark“, ähnlich dem Europapark in Rust, wo ca. 15 Länder mit typischen Gebäuden und Architektur rund um den Reflection Pool nachgebaut wurden. In jedem Land gibt es Geschäfte mit landestypischen (manchmal auch stereotypischen) Waren und Restaurants. Einige Länder haben auch 360-Grad- bzw. Großleindwand-Kinos, wo das Land kurz vorgestellt wird, oder sonstige kleine Attraktionen. Es ist natürlich Faszination und Kitsch zugleich, all diese Kulturgut-Imitate an einem Platz zu sehen, aber für diese beiden Begriffe steht nun mal World Disney World.

Germany - typisch...

Den grandiosen Abschluss eines jeden Tages bildet ein Feuer(werks)- und Laserspektakel über dem Reflection Pool, das man sich wahlweise vom romantischen Frankreich,  mittelalterlichen Deutschland, kunstvollen China, usw. aus anschauen kann.

World Showcase Lagune am Reflection Pool

Alles in allem macht es Spaß gemütlich durchzulaufen und Dinge zu entdecken und auszuprobieren; sicherlich nicht geeignet ist der Park aber für Leute, die den Adrenalin-Kick suchen. Über den Preis kann man verschiedener Meinung sein (die meisten werden ihn zu teuer finden), aber man zahlt letztendlich auch für den Namen. Wenn man sich vom Geld schließlich gedanklich getrennt hat, kann man einen sehr schönen Tag verbringen.

Experimental Prototype Community of Tomorrow

Martin at GT – RELOADED

Freitag, 16. April 2010

Viele werden es schon mitbekommen haben: Aus dem Untertitel „Mein Studienjahr am Georgia Tech“ ist „Mein Studium am Georgia Tech“ geworden. Nach reiflicher Überlegung habe ich den Schritt gewagt, für den Ph.D. (Doktor) wieder ans Georgia Tech zu gehn. Voraussichtliche Dauer: 3-4 Jahre, d. h. die zahlreichen Fans dieses Blogs dürfen sich freuen. Am 7. Mai geht’s wieder über den Atlantik.

Die Planungen laufen und sind größtenteils schon abgeschlossen. Die Basis des Studiums bildet die Anstellung als GRA (Graduate Research Assistant) bei Prof. Tannenbaum, woraus ich meinen Lebensunterhalt bestreiten und in ferner Zukunft hoffentlich mit einer Doktorarbeit hervorgehen werde. Prof. Tannenbaum beschäftigt sich hauptsächlich mit Computer Vision („Sehende Computer“) im Bereich Medical Imaging (Medizinische Bildgebungsverfahren) und Visual Tracking (Erkennen und Verfolgen von Objekten in Bildsequenzen). Vor allem der letzte Teil ist aufgrund seiner Dynamik-Eigenschaft für den Kybernetiker interessant. Genauere Themen und die Studienplanung muss ich aber in den kommenden Wochen noch zusammen mit Prof. Tannenbaum ausarbeiten. Später also mehr dazu.

Mit diesem Update ist „Martin at GT“ also wiedereröffnet und ich hoffe weiterhin auf rege aktive (read&write) sowie passive (read-only) Beteiligung.

Erfahrungsbericht

Donnerstag, 01. April 2010

Nach einem starken halben Jahr gibt es nun sogar einen Erfahrungsbericht! Viel Spaß beim Lesen. 🙂

Zum Erfahrungsbericht