Archiv für Oktober 2010

Tag 1 nach Preliminary Exam

Dienstag, 19. Oktober 2010

Heute morgen nahm ich die Preliminary Exam (Vordoktorprüfung) in Angriff. War schon ziemlich nervös angesichts des Stoffumfangs und der Bedeutung der Prüfung. Mit dem Bestehen der Prüfung wird man offiziell PhD-Student, bekommt eine Gehaltserhöhung und kann Thesis-Hours nutzen, um das Mininum von 9 Credits pro Semester zu erreichen. Letzteres ist der wichtigste Punkt, die Prüfung schnell zu bestehen. Ansonsten muss man Kurse über Kurse nehmen, die man eigentlich nicht braucht und eigentlich auch keine Zeit dafür hat. Wie dem auch sei, die Prüfung lief dem Gefühl nach ganz gut und in einem starken Monat weiß ich dann mehr…

GT Night at the Woodruff Arts Center

Freitag, 01. Oktober 2010
Dali's Moustache

Dali's Moustache

Das Woodruff Arts Center – das zu Hause des High Museum (Kunstmuseum), der Atlanta Symphony und des Alliance Theater (Musicals) – öffnete gestern seine Tore für GT Studenten. Neben „free food“, was Studenten magisch anzieht (nur übertroffen von „free T-shirts“), wurde der kostenlose Eintritt zum High und für ein Konzert der Symphonie oder des Alliance Theaters angeboten. Nicht schwer zu erraten, dass ich mir das nicht entgehen ließ. Obwohl ich schon mal im High Museum war, lohnte sich der erneute Besuch wegen der ständig wechselnden Ausstellungen. Momentan sind Spätwerke Salvador Dali’s zu bewundern – in der Tat bewundernswert. Besonders interessant fand die „Moustache“-Fotoserie, die quasi ein sarkastisch humoristisches Interview Dali’s in Worten und Bildern ist. Auch die religiösen Gemälde sind beeindruckend.

God is just another artist, like me. – Salvador Dali

Ein echter Künstler…

Danach besuchte ich das Symphoniekonzert, das Beethovens 4. Klavierkonzert sowie Mahlers  1. Symphonie (Titan) auf dem Programm hatte. Eigentlich freute ich mich vor allem auf den Beethoven, doch nachdem ich Mahler nun zum ersten Mal „live“ in einem Konzertsaal gehört hatte, änderte sich meine Meinung. Was man aus den Computer-Lautsprechern zu Hause einfach nicht mitbekommt ist die riesige Variation an Klangfarben und Dynamik, die Mahler verwendet. Den dritten Satz, der mit einer tragischen Kanonversion von „Bruder Martin“ und Ansätzen von fröhlicher Zigeunermusik spielt, fand ich am originellsten. Der vierte Satz ist bombastisch. Denke, sowas mögen die Amerikaner 🙂 .

Das beste an dem Ganzen ist aber, dass man für 20$ einen Saisonpass erwerben konnte, der bis Ende Mai Eintritt zu jeglicher Veranstaltung im Woodruff Arts Center ermöglicht. Für künstlerische Nahrung ist in nächster Zeit gesorgt…