Archiv für April 2011

Tischtennis Nationals in Rochester zum Zweiten

Montag, 25. April 2011

Wie schon vor zwei Jahren fanden die nationalen College Tischtennismeisterschaften in Rochester, Minnesota, statt (zum damaligen Bericht) . Über die Gegend brauche ich also nicht viele Worte verlieren. Was sich deutlich verändert hat, ist das Team: Nur Aneece und ich waren beim Team vor zwei Jahren schon dabei. Zudem haben sich in diesem Jahr auch unsere Damen qualifiziert. 10 Georgia Techler/innen vertraten also den Staat Georgia bei den Teamwettbewerben.

GT Team

(v.l.n.r.) Annece, Jesus, Martin, Hassan, Brian, Li, Xiaodan, Wenhui, Christine, Stephanie

Diesesmal hatte ich erfreulicherweise die Möglichkeit, viele Spiele zu bestreiten, da ich mich zusätzlich zum Team auch für die Einzel-, Doppel- und gemischtes Doppel-Wettbewerbe qualifiziert hatte. Im Einzel flog ich gleich am Anfang raus, konnte mich dann aber in der Trostrunde bis ins Halbfinale durchringen, wodurch ich 36. von 60 wurde. Bin ganz zufrieden damit. Die Doppel liefen weniger erfolgreich wegen starker Gegner.

Nach dem Bankett mit der Trophäe für die Georgia Division

Nach dem Bankett mit der Trophäe für die Georgia Division

Leider erwischte es auch das Team nicht gut: Durch zwei übermächtige Gegner (Princeton und Governers State) und eine ganz knappe Niederlage gegen einen gleichwertigen Gegner (Florida) war Platz 19 der beste, den wir noch erreichen konnten. Nach einer weiteren Niederlage gegen San Jose, und schließlich doch noch einem Sieg gegen Binghamton landeten wir auf Platz 21 von 24 (unser Rating war 19, also etwas schlechter als erwartet…). Die Mädchen schafften es auf Platz 10 von 14. Den Spaß ließen wir uns aber dank toller Teammoral keineswegs verderben, und so kehrten wir am Sonntag Abend müde und mit vielen schönen Erinnerungen nach Atlanta zurück.

 

Unruhige Nacht

Dienstag, 05. April 2011

Vielleicht habt ihr es schon in den Nachrichten gelesen ( 😉 ), aber gestern Nacht wurde meine Wohnung evakuiert, weil bei einem Gewitter ein Baum auf das Haus fiel und die Wand eines Apartments über mir eingedrückt hat. Um 23:30 Uhr klopfte es an der Tür und die Polizei räumte  das Haus. Bis 2 Uhr saßen Fiona und ich in einer Wartehalle, bis man die gestrandeten Leute in unmöblierte Zimmer aufteilte. Da entschieden wir uns zu Fiona’s Wohnung zu fahren. Kurze Zeit später kam aber Entwarnung: Das Gebäude sei nicht einsturzgefährdet. Ich vertraue mal darauf, dass das stimmt…

Crime Scene vor meiner Wohnungstür!

Crime Scene vor meiner Wohnungstür!

Hier der Artikel der lokalen Nachrichten. Zitat:  „Not far from there, a tree fell on a Georgia Tech family housing building on 10th Street. No injuries were reported.“

 

Chicago für Schwaben

Dienstag, 05. April 2011
Chicago Tribune Titelseite

Chicago Tribune Titelseite

Chicago im Staate Illinois hat in diesem Blog noch keinen Eintrag erhalten, was zum großen Teil daran liegt, dass ich 2002 mit dem Gitarrenorchester Bietigheim-Bissingen schon mal dort war. Letztes Wochenende bot sich die Gunst der Stunde auf ein Wiedersehen. Prinzessin Fiona (siehe Chicago Tribune Titelseite), die ein Seminar besuchte, bescherte uns ein von ihrer Firma gesponsertes Hotelzimmer im Intercontinental sowie reichlich Essensgeld, und der Flug wurde von Delta dank ausreichender Bonusmeilen übernommen. Eine Reise also für echte Schwaben. Anfangs war Fiona noch mit dem Seminar beschäftigt, so dass ich mich allein auf den Weg durch die Stadt machte um ein paar Bilder zu schießen. Erstes Ziel war Navy Pier, eine künstliche Vergnügungshalbinsel im Lake Michigan mit Riesenrad, Shops und Essensmöglichkeiten, von der man zudem einen schönen Blick auf Chicago Downtown bekommt.

Lake Michigan

Lake Michigan von Navy Pier aus

Nachmittags machte ich mich auf den Weg zum Adler-Planetarium, das am Ende der Museumsmeile mit dem bekannten Shedd Aquarium liegt. Von dort hat man einen exzellenten Blick über die komplette Skyline. Mit etwas Matlab-Schusterei (zu etwas muss es ja gut sein, wenn man in Computer Vision arbeitet) habe ich ein Panorama Bild zusammenflicken können.

Chicago Downtown Panorama

Chicago Downtown Panorama

Was ich im Jahre 2002 nicht gesehen habe, weil es noch nicht existierte, ist der Millenium Park mit dem sehr populären Cloud Gate (oder auch umgangssprachlich „The Bean“ genannt), eine bohnenförmige, verspiegelte Skulptur, mit der man so allerhand fotographische Tricksereien vollführen kann. Das kommt beim Publikum an. Hat sich eigentlich schon mal jemand über den künstlerischen Gehalt der Skulptur Gedanken gemacht? Muss ich mal recherchieren…

Cloud Gate - Wer findet mich?

Cloud Gate - Wer findet mich?

Direkt neben unserem Hotel befindet sich die Chicago Tribune Zentrale im interessanten neugotischen Stil. Um sich selbst ein bisschen mit Weltruhm zu schmücken sind an der Fassade Steine von bekannten Gebäuden und Stätten der Welt angebracht, z. B. von der Berliner Mauer, der Wartburg, der chinesischen Mauer oder der Pyramide von Gizeh. Gegenüber ließ Wrigley (der mit den Kaugummis) sich ein schönes Häuschen errichten. Architektonisch ist Chicago sicher eine der interessantesten, wenn nicht die interessanteste Stadt der USA. Das Wetter ist im Sommer herrlich mit etwas Wind vom Lake Michigan, jedoch ist der Winter doch sehr lang. Bei unserem Besuch hatte es immer noch unter 10 Grad. Nicht zu vergleichen mit Atlanta mit fast 30 an diesem Sonntag…

 

Wrigley (weiß vorne), Chicago Tribune (zentral), Intercontinental Hotel (rechts, gelbe Kuppel)

Wrigley (weiß vorne links), Chicago Tribune (zentral), Intercontinental Hotel (rechts, gelbe Kuppel)

Das nächste Mal werde ich mich mit dem Bericht von den Tischtennis-Nationals in Minnesota melden, die in 10 Tagen stattfinden werden.