Archiv für Juni 2011

Gratulation Dallas Mavericks!

Montag, 13. Juni 2011

Habe die NBA Playoffs mit Spannung und Interesse verfolgt. Gestern ist es Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks nun endlich gelungen, die Meisterschaft mal zu holen. Freut mich sehr für das sympathische Team, das sich auch wirklich Team nennen kann. Die Geschichte von zahlreichen Veteranen der Mavs, die hier womöglich ihre letzte Chance hatten, einmal den Titel zu holen,  gegen das zum Teil überhebliche Starkonglomerat der Miami Heat, ist fast schon filmreif – Ein Film mit einem Happy End.

Wie man eine Kakerlake „clean“ erledigt

Sonntag, 05. Juni 2011

Nachdem nun mit Beginn der heißen Jahreszeit (Die letzte Woche war es immer über 33 Grad) die erste Kakerlakensichtung des Jahres stattfand, stellte sich die Frage, wie das Problem zu lösen sei. Drauftreten ist sowohl schauderhaft als auch gefährlich, da so eventuell im Insekt befindliche Eier austreten und sich im Haus verbreiten können. Sprayen ist zwar recht hilfreich, doch weiß man ja nie, was man da so in der Gegend rumsprüht und wie es einem selbst bekommt. Zudem hatte ich keine Dose zur Hand. Nach kurzer Internetrecherche fand ich eine abenteurliche Variante: Einfach eine Seifenlösung auf die Kakerlake tropfen lassen! … Ich, schnell in die Küche (Die Kakerlake hatte es sich  Bad sehr bequem gemacht), ein wenig Spülmittel und Wasser vermischt und mit dem Schwamm aufgesaugt. Volle Ladung auf die Kakerlake. Und tatsächlich: Der Feind rennt eine Sekunde in vollem Tempo davon, erstarrt, wirft sich auf den Rücken, zappelt noch ein paar Mal mit den Beinchen und Antennchen, und ist erlegt. Unglaublich… Die wissenschaftliche Erklärung: Kakerlaken atmen durch den Körper. Durch die höhere Oberflächenspannung in der Seifenlösung wird die Luftversorgung gestoppt und die Kakerlake erstickt in wenigen Sekunden. Am besten sollte man den Bauch treffen, da die Kakerlake hier am meisten Luft einatmet. Dass das kein Allgemeinwissen ist!? Naja, nun ist das von den Kakerlaken lang gehütete Geheimnis „gelüftet“…

In und um Columbus herum

Samstag, 04. Juni 2011

Bereits am vergangenen Sonntag und Montag (Memorial Day) reisten Fiona und ich in Richtung Columbus, um die Gegend um der nach dem großen Entdecker benannten Stadt an der Grenze zu Alabama zu erkunden. Allerdings hatten wir schon vor der Reise eine Karte ausgedruckt und wussten, dass wir nicht nach Indien unterwegs waren.

Franklin D. Roosevelts unvollendetes Portrait

Franklin D. Roosevelts unvollendetes Portrait

Leicht hätten wir uns aber nach Washington D.C. verirren können, hätten wir „White House“ statt „Little White House“ als Ziel eingegeben. Franklin Delano Roosevelt, kurz FDR, der Präsident des Aufschwungs nach der großen Depression und Bezwinger der Achsenmächte, ließ in Warm Springs ca. 40 Meilen nördlich von Columbus ein kleines Anwesen errichten, das aufgrund seines weißen Anstrichs „Little White House“ (Kleines Weißes Haus) genannt wird. FDR litt schon während seiner Amtszeit an Polio (Kinderlähmung). Den warmen Quellen von Warm Springs sagte man nach, dass sie die Krankheit heilen könnten. Daher der etwas verwunderliche hohe Besuch in der Provinz. Mehrere Dutzend Male besuchte FDR die Quellen. Angeblich hatte dies einen starken Einfluss auf die amerikanische Politik: Durch den Kontakt mit den Bauern und deren Lebensumständen, wurde FDR zur Gründung der REA (Rural Electrification Administration) inspiriert, die die ländlichen Gegegenden der Staaten an das Stromnetz anschließen sollte.

Das "Little White House" bei Warm Springs

Das "Little White House" bei Warm Springs

Was das Little White House aber wirklich besonders macht, ist die Tatsache, dass FDR kurz vor Kriegsende hier verstarb. Am morgen war er noch dabei, ein Gemälde von sich anfertigen zu lassen, als er dies mit starken Kopfschmerzen unterbrach und kurz darauf starb. Das unfertige Gemälde ist in einem Art Schrein zu Ehren des sehr beliebten Präsidenten ausgestellt.

RiverWalk am Chattahochee River in Columbus

RiverWalk am Chattahochee River in Columbus

Bei für Mai ungewöhnlichen fast 100 °F (36 °C) erreichten wir Columbus in weniger als einer Stunde. Columbus war vor allem ein industrielles Zentrum der Metallverarbeitung. Zum großen Teil ist die Backstein-Architektur erhalten und zu Vergnügungszwecken (Shops, Museen, Restaurants,…) umgebaut worden. Doch war an diesem Sonntag absolut tote Hose und fast alles geschlossen. Vom Äußeren konnte man annehmen, dass es ganz nett zugehen könnte, doch wie gesagt wohl nicht sonntags. Das schönste war daher der Spaziergang am Chattahochee RiverWalk, ein sehr hübscher, einige Meilen langer Weg am Fluss zum Laufen, Fahrradfahren oder Skaten.

Providence Canyon State Park

Providence Canyon State Park

Wo wir doch nun das Weiße Haus Georgia’s gesehen hatten, war es ja nur konsequent, dass wir am nächsten Tag den Grand Canyon Georgia’s besuchten, den Providence Canyon ca. 40 Meilen südlich von Columbus. Hierbei wäre eine falsche Zieleingabe bei Google noch fataler gewesen als beim weißen Haus (28 h -vs- 12 h). Vorsicht war geboten… Glücklicherweise führte uns das Navi nur 2 Meilen am Ziel vorbei. Bei Temperaturen von weiterhin 90er Fahrenheitgraden bevorzugten wir den 3-Meilen vor dem 10-Meilen Rundgang. Und in der Tat, der Canyon sieht aus wie der Grand Canyon nur etwas kleiner. Was sich der aufmerksame Beobachter aber sofort fragt: Warum wachsen da drin Bäume!?  Im Grand Canyon wachsen keine Bäume! Und warum bröckelt das Gestein einfach so weg, wenn man es anfasst!? Da stimmt doch was nicht. Und in der Tat sind sich die beiden Canyons nur bei oberflächlichem Hinsehen ähnlich: Während der Grand Canyon über Jahrmillionen durch Tektonik und Erosion entstand, wurde der Providence Canyon innerhalb einiger Jahrzehnte durch den Einfluss des Menschen erschaffen. Nicht dass da jemand angefangen hat zu graben, doch führten die Rodung der Wälder und unnachhaltiges Bestellen des Bodens im 19. Jahrhundert zur rapiden Erosion des sandigen Lehmbodens. Wie dem auch sei, schön anzuschauen ist der Canyon allemal.

Weil's so schön war, noch mal ein Bild vom Providence Canyon

Weil's so schön war, noch mal ein Bild vom Providence Canyon

Zurück in Atlanta konnte ich nun auch mal den Spritverbrauch (oder besser die Spriteffizienz da man hier nicht in Benzin pro Strecke  sondern Strecke pro Benzin also dem Kehrwert rechnet) meines Autos auf der Autobahn testen. 36 Meilen/Gallone machten mich doch recht glücklich. Auf dem Weg zur Uni (halb Autobahn und Stadt) sind es nur 32 Meilen/Gallone.  (Tipp zum Umrechnen: 1 Meile = 1,6 km, 1 Gallone = 3.78 l)