Archiv für September 2011

ICIP 2011 in Brüssel

Freitag, 16. September 2011
Gildehaus am Grand Place

Gildehaus am Grand Place

Ich bin hier viel zu früh am Flughafen in Brüssel und hab daher Zeit ein bisschen was zu schreiben. Seit Samstag war ich in Brüssel für die ICIP (International Conference on Image Processing), wo ich mein Poster mit dem Titel „A video analytics framework for amorphous and unstructured anomaly detection“ vorgestellt habe, also die Herangehensweise, die wir zur Feuerdetektion nutzen. Das Poster hat zwar nicht übermaßig viel Bachtung erhalten (Hab es drei Mal erklärt in der 1h 15min langen Session), aber die Gespräche liefen erstaunlich gut, kein Widerspruch und die Leute taten zumindest so als würden sie den Nutzen erkennen. Das tat ich zwar auch bei einigen Postern, wo ich nur Bahnhof verstanden hab, aber ich bin jetzt einfach mal selbstbewusst und denke, dass ich ganz gut erklärt habe. Bei einigen bis vielen Postern kann ich das nicht wirklich sagen. Oft standen nicht die eigentlichen Autoren am Poster, die dann auf Nachfragen entweder das Poster vorgelesen haben oder der Frage (bewusst oder unbewusst) auswichen. Oft hatte ich ganz grundlegende Fragen, wie z. B. „Was ist ‚Total Variation‘ und wofür wird es verwendet?“. Das Poster war dann darüber wie man diese Methode verbessert usw., aber ich musste ja erst mal verstehen, was die Grundlage ist. Die Antworten waren oft unverständlich für mich, was eigentlich verwunderlich ist, da man ja doch erwarten kann, dass jemand, der auf einem Gebiet forscht, auch die Grundlagen so verinnerlicht hat, dass er einen gewissen Kontext herstellen kann und nicht nur die Schritte seines Poster erklären kann. Manchmal war wohl auch die Sprache eine Barriere. Aber es gab auch gute Gespräche.

Mein Poster bei der ICIP2011

Mein Poster bei der ICIP2011

Die drei Präsentationen (Lecture), die ich mir angehört habe, fand ich eher enttäuschend. Einer war sprachlich unverständlich, der andere war viel zu fortgeschritten für mich; immerhin bei einem hab ich einigermaßen verstanden worum’s geht, aber den Beitrag (Contribution) hab dann doch auch nicht ganz erfasst. Ich war natürlich auch nicht mit dem Thema so richtig vertraut, aber die Poster/Präsentationen, die mit der eigenen Forschung zu tun haben sind halt schon sehr wenige, hatte ich das Gefühl. Insgesamt trotzdem eine sehr gute Erfahrung, mal zu sehen wie in der Bildverarbeitung geforscht wird, auch wenn ich mir persönlich manchmal mehr ein „Tutorial“ als eine „Forschungspräsentation“ gewünscht hätte.

Blick vom Konferenzgebäude auf Brüssel

Blick vom Konferenzgebäude auf Brüssel

Natürlich war auch genug Zeit, was von der Stadt zu sehn. Die Familie war von Samstag bis Dienstag zu Besuch und so machten wir einige der touristischen Aktionen zusammen. Highlights in Brüssel: Das Comic-Museum ein Muss für mich im Heimatland von Comics wie Tim und Struppi (Tintin), Lucky Luke oder die Schlümpfe, die alle meine Kindheit geprägt haben. Französischkenntnisse sind aber von Vorteil; der deutsche/englische Guide übersetzt nicht die Dialoge in den ausgestellten Comics.

Atomium

Atomium

Manneken Pis

Manneken Pis

Weitere Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf: Das Atomium, 1958 zur Expo erbaut, symbolisiert den Eintritt in das nukleare Zeitalter. Warum der Bube „Manneken Pis“ pinkelt ist umstritten. Eine Theorie besagt, er stelle einen Königssohn dar, der Mitten im Schlachtfeld an einen Baum pinkelte und so seinen Mut bewies. Der „Grand Place“ prunkt mit den verzierten Gildehäusern und dem Rathaus, sehr beeindruckend. „Place Royal“ steht im Zeichen der Könige mit dem Königspalast und der Statue eines Königs während der Kreuzzüge. Viele schöne Kirchen schmücken die Stadt. Die kulinarischen Spezialitäten sind klasse: Pommes, Schokolade, Bier, Muscheln,…  Brüssel hat mir sehr gut gefallen, Atmosphäre ähnlich wie Paris, aber etwas heimelicher. Nur mit dem Französisch muss es noch besser werden in der Zukunft, damit ich mich wirklich wohlfühlen kann.

Bohnengemüse mit Spätzle und „Saiten“

Montag, 05. September 2011

Anschließend an den letzten Beitrag meine neuste kulinarische Erfolgsmeldung: Bohnengemüse mit Spätzle und Saitenwürstle. Alles selbstgemacht, nur die Wurst ist vom Aldi. Das Bohnengemüse war ein klein wenig zu salzig, aber den Fehler mach ich beim nächsten Mal nicht nochmal. Rezept gibt’s auf Nachfrage 🙂

Bohnengemüse mit Spätzle und Saitenwürstle

Bohnengemüse mit Spätzle und "Saiten"-Würstle