Archiv für die Kategorie ‘Aktuell’

Das Ende – Teil 3: See ya Georgia, howdy Texas

Samstag, 03. Januar 2015
Lone Star State Texas

Lone Star State Texas

Seit knapp 5 Monaten sind Mandy und ich nun also im „Lone Star“ State Texas. Es ist in der Tat etwas lonely hier. Über die letzten 5 Jahre in Atlanta hatten wir unseren Freundeskreis, unsere Brettspiel-Gruppe, ich meinen Tischtennisclub, meine Fußball-Kameraden, Mandy ihren Tanzverein. Aber das ist nur eine Seite. Dass Atlanta ein Aufenthalt auf Zeit sein würde, war vorauszusehen, da es mit Atlantas Jobmarkt in meinem Bereich nicht besonders gut bestellt ist. Umso attraktiver ist Dallas in dieser Hinsicht. „Georgia Techs West-Campus“ wird Texas Instruments in unserer Gruppe angesichts der zahlreichen GT-Absolventen bei TI scherzhaft bezeichnet. Und wenn ich auch etwas wehmütig zurück nach Atlanta und das dortige Leben schaue, bin ich über meine Arbeit und die beruflichen Möglichkeiten bei TI mehr als glücklich.

Umzug nach Dallas (UHaul und Ford Fiesta)

Umzug nach Dallas (UHaul und Ford Fiesta). Zwischenstop in Ruston, Louisiana (4. August 2014)

Erster Arbeitstag (noch etwas verschlafen...)

Erster Arbeitstag (noch etwas verschlafen…), 18. August 2014

Als ich 2010 mit dem PhD im Bereich Computer Vision anfing, hatte ich als mögliches Berufsfeld den Bereich Fahrerassistenzsyteme im Auge. Natürlich dachte ich an Firmen wie Bosch oder Mercedes im Stuttgarter Raum. Dass ich jetzt bei TI gelandet bin und TI erst vor kurzem den Schwenk zum Chip-Liferanten für Automobilsyteme gemacht hat, zeugt von der Ironie des Lebens: Ich arbeite genau an der Sache, die ich mir vorgestellt habe, aber eben nicht am geplanten Ort. Es gilt also das private Leben in Dallas auf dasselbe Niveau zu heben wie das berufliche.

Natürlich macht die Tatsache, dass wir zu zweit sind, diese Aufgabe um einiges leichter. Und über Weihnachten haben meine Eltern und meine Schwester Simone noch zusätzlich zu diesem Ziel beigetragen, als sie uns in Dallas besuchen kamen. Wir verbrachten sehr schöne Tage mit Downtown-Besichtigung, Ausflug nach Austin, Rodeo, Brettspielen und viel Essen. Dallas ist außderdem auch etwas näher an Los Angeles (wo es Christoph hinverschlagen hat). Vielleicht kann ich ihn ja noch für Texas begeistern. Vor einiger Zeit hätte ich noch keinen Pfennig darauf gewetttet, dass er in die USA kommen — geschweige denn umziehen — würde. Und was gibt es Amerikanischeres als Texas?

Weihnachten 2014

Weihnachten 2014

Stephen Colbert, Host meiner Lieblings-TV-Show (http://thecolbertreport.cc.com/), hat vor einigen Wochen seine letzte Sendung ausgestrahlt, und da will ich diese historische Gelegenheit nutzen, um auch martinatgt.scytale.org sein verdientes Ende zu bescheren. Mein Studium am Georgia Tech ist zu Ende, ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen. Ich erwische mich immer wieder beim Durschauen alter Einträge; und das ist das Schöne an diesem Blog, dass es mich immer wieder an diese besondere Zeit erinnern wird. Ganz besonderen Dank an dieser Stelle natürlich nochmals an Christoph für das Bereitstellen und Warten dieser Webseite! Du warst quasi gezwungen dem Blog bis zum Ende treu zu bleiben. 🙂 Übrigens, Tejas (Texas) bedeutet „Freund“ — wenn das mal kein Zufall ist.

 

 

Meine erste selbst erstellte Webseite

Samstag, 06. Oktober 2012

Um meine wichtigsten Infos bezüglich Ausbildung und Forschung online zu haben, habe ich heute meine erste eigene Webseite vollendet. War ziemlich simpel: Auf http://www.freecsstemplates.org/ hab ich mir ein style file runtergeladen und dann den Inhalt entsprechend angepasst. Hat eigentlich ziemlich Spaß gemacht und ist auch gar nicht so schwer 🙂 .  Achso ja, der Link:

http://users.ece.gatech.edu/~mmueller7/

 

Ein Bild (Comic) sagt mehr als 1000 Worte

Mittwoch, 18. Juli 2012

Wozu meine gestern in Angriff genommene Literatur-Recherche geführt hat, lässt sich am Besten mit folgendem PhD-Comic (http://www.phdcomics.com) beschreiben.

Quelle: http://www.phdcomics.com

Quelle: http://www.phdcomics.com

Jetzt heißt es erst Mal einen Schritt zurücktreten, durchatmen, and sich bzgl. der Forschung klar machen: Wo bin ich hier, und wohin gehe ich!?

Gratulation Dallas Mavericks!

Montag, 13. Juni 2011

Habe die NBA Playoffs mit Spannung und Interesse verfolgt. Gestern ist es Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks nun endlich gelungen, die Meisterschaft mal zu holen. Freut mich sehr für das sympathische Team, das sich auch wirklich Team nennen kann. Die Geschichte von zahlreichen Veteranen der Mavs, die hier womöglich ihre letzte Chance hatten, einmal den Titel zu holen,  gegen das zum Teil überhebliche Starkonglomerat der Miami Heat, ist fast schon filmreif – Ein Film mit einem Happy End.

Einkaufen beim Aldi um die Ecke

Montag, 23. Mai 2011

Zwar wusste ich schon vom Hörensagen, dass es Aldi in den USA gibt, und ich hab auch schon mal einen an der Ostküste im Vorbeifahren gesehn, doch war ich überrascht, als ich in der Aldi-Broschüre im Briefkasten sah, dass es einige Filialen in Atlanta gibt – Eine sogar quasi um die Ecke (5 min mit dem Auto). Da lebt man zwei Jahre in einer Stadt und der Aldi weiß sich so gut zu verstecken…

Interessant an Aldi in den USA: Er ist genau wie in Deutschland, nur dass die Produkte zu 90% amerikanisch sind. „Wie in Deutschland“ im Gegensatz zum typischen amerikanischen Supermarkt heißt: Für den Einkaufswagen einen Quarter Pfand einwerfen; Layout des Ladens genau wie in Deutschland (nicht so offen wie die amerikanischen); wöchentliche Specials; keine Kreditkarte zum Bezahlen; keine Plastiktüten. Was Aldi im Gegenzug verspricht, sind niedrige Preise bei guter Warenqualität. Wie gut das alles bei den Amis ankommt, kann ich schlecht sagen. Im Laden waren aber schon einige Leute unterwegs.

Bei mir kommt das jedenfalls super an: Zu den nicht-amerikanischen Produkten gehören Choceur Schokolade  für $1.50 (In einem amerikanischen Supermarkt gibt’s einfach keine gute Schokolade unter 2 Dollar), Haribo Gummibärchen und Colafläschchen für  87 Cents (Walmart: $1+) und deutsche Weine (Mosel Riesling $4.99). Andere Schnäppchen sind der Jogurt für 35 Cents (Der amerikanische Standardjogurt Yoplait ist inzwischen bei 50+ Cents), 2 Liter Aldi-Cola für 59 Cents (Walmart-Cola ist so 80-90 Cents), und auch die Obstabteilung scheint ganz gut zu sein. Fiona fand eine riesige Wassermelone für $3.99, die die geschmackvollste  seit langem gewesen sein soll.

Was etwas enttäuschend abschnitt sind die restlichen Milchprodukte: Die Milch ist relativ teuer verglichen mit Walmart; der Käse ist günstig, aber nur amerikanische Produkte. Hätte mir da einen guten Weichkäse o.ä. gewünscht. Auch bei der Wurst herrschen leider nicht im geringsten deutsche Verhältnisse, was die Auswahl angeht. Beim Brot ebenfalls nur amerikanisches Sortiment, das aber im Geschmacks- und Preisvergleich zu anderen Läden sehr gut abschneidet.

Also alles in allem bin ich sehr glücklich, diese Entdeckung gemacht zu haben und werde mit Sicherheit bald wieder vorbeischauen. Ob es dann — bei aller Ähnlichkeit zum heimischen Aldi — wie in Kleinsachsenheim wird, dass man die halbe Ortschaft trifft und ein Schwätzle hält, das wage ich noch zu bezweifeln.

Nichts ist unmöglich

Sonntag, 08. Mai 2011

Pünktlich zum Jahrestag meines PhD-Beginns bin ich nun mobil: Ein blauer Toyota Corolla Jahrgang 2001 hat die Chance mein guter Freund zu werden. Doch fangen wir von vorne an. In Anbetracht der Vorteile eines neuen Autos (neu, sorgenfrei, hübsch) war ich lange bereit etwas mehr Geld für Anschaffung und Versicherung auszugeben und hatte mir überlegt ein neues Auto zu leasen. In Frage kamen VW Jetta, Toyota Corolla und Honda Civic. Nachdem ich Anfang April die Angebote eingeholt und gegenübergestellt hatte, nahm ich mir aber noch etwas Zeit, da ich das Auto erst ab Mai brauchte.

In der Zeit kam dann die Hiobsbotschaft vom Georgia Tech: $350 zusätzliche Gebühren pro Semester. Das war so nicht eingeplant und ich machte mir erstmals Gedanken über ein gebrauchtes Auto. So besuchte ich verschiedene Autohäuser mit gebrauchten Autos, um zu sehen was da so geht. Was Vernünftiges war aber nicht zu finden. Der Honda-Dealer hatte einen ramponierten Honda Civic mit 180.000 Meilen für $3000, bei dem fast nur noch der Motor zu funktionieren schien. Der 2005er Kia Rio brach gar bei der Testfahrt zusammen und wir schafften es nur noch mit ordentlich Schwung-Holen zurück aufs Firmengelände.

Etwas desillusioniert fand ich dann aber beim Toyota-Dealer online ein recht gutes Angebot (als Basis zum Runterhandeln) für einen Corolla 2003. Derselbe Dealer hatte auch das preis-beste Leasing-Angebot, das ich mir noch in der Hinterhand offen hielt. Bei der Verhandlung über den Preise meinte der werte Verkäufer doch uns für dumm verkaufen zu wollen: Um seinen hohen Startpreis und seinen ach so tollen Rabatt glaubhaft zu machen, zeigte er uns den empfohlenen Preis auf Kelly Blue Book, einer unabhängigen Webseite zum Vergleichen von Autopreisen. Der empfohlene Preis von $12.000 (ein neuer Corolla kostet $17.000) machte mich stutzig, da ich am Vorabend auf der gleichen Webseite einen Preis von $9.000 nachgeschlagen hatte. Mit seinem Angebot, meinte der Verkäufer, können wir das Auto kaufen und gleich wieder verkaufen und noch Geld damit machen. Mhm klar… Als ich ihn bat, das Ganze nochmal vor meinen Augen einzutippen, kam ich dahinter: Bei der Eingabe des Kilometerstands setzte er doch tatsächlich einen Punkt zwischen die 76 und die drei Nullen (In den USA ist eigentlich das Komma üblich um Tausenderstellen zu trennen), also 76.000 statt 76000, was bei elektronischen Eingaben natürlich zu 76 Meilen statt 76000 Meilen führt. Da war’s dann gelaufen, ich hatte keine Lust mehr meinen letztes Angebot zu erhöhen und der Verkäufer sah wohl auch ein, dass er da jemanden vergrault hatte.

Aus Trotz bin ich dann zum VW, wo ich nochmal die Details mit der Verkäuferin durchsprach. Dabei stellte sich heraus, dass man einen Lease-Vertrag nicht offiziell auf eine andere Person übertragen kann. Diese Tatsache und meine generelle Enttäuschung über Autoverkäufer gab dann den Ausschlag mich auf dem privaten Markt (craigslist) umzuschauen. Dort fand ich ein Angebot eines Georgia-Tech Absolventen für einen Toyota Corolla 2001 mit 106.000 Meilen. Das Auto ist äußerlich und einer Inspektion nach zu urteilen in ganz gutem Zustand, innen noch etwas dreckig, aber das lässt sich beheben. Froh war ich dann als ich den Batzen Bargeld loshatte und den Schlüssel in den Händen. Dann das böse Erwachen: Der Motor sprang nicht an. Ein Freund des Verkäufers (nicht der Verkäufer selbst) wickelte das Geschäft ab und hatte keine Ahnung. Na Klasse. Dann probierten wir es nochmal. Und er sprang an. Ein ungutes Gefühl blieb zurück. Am nächsten Tag rief der Verkäufer an und erklärte, dass die Ursache das Diebstahlsicherheitssystem ist, das die Zündung ein paar Minuten nach Öffnen des Autos blockiert. Puh…

Mein neues Auto, Toyota Corolla LE 2001

Mein neues Auto, Toyota Corolla LE 2001

Am gleichen Tag ließ ich das Auto dann versichern und registrieren. BSP wie Bruttosozialprodukt sind die Buchstaben meines Nummernschilds, einfach zu merken… Jedenfalls bin ich nun mobil und hoffe das beste, dass mein Toyota mir einen Gefallen tut noch ein paar Tausend Meilen durchhält.

Unruhige Nacht

Dienstag, 05. April 2011

Vielleicht habt ihr es schon in den Nachrichten gelesen ( 😉 ), aber gestern Nacht wurde meine Wohnung evakuiert, weil bei einem Gewitter ein Baum auf das Haus fiel und die Wand eines Apartments über mir eingedrückt hat. Um 23:30 Uhr klopfte es an der Tür und die Polizei räumte  das Haus. Bis 2 Uhr saßen Fiona und ich in einer Wartehalle, bis man die gestrandeten Leute in unmöblierte Zimmer aufteilte. Da entschieden wir uns zu Fiona’s Wohnung zu fahren. Kurze Zeit später kam aber Entwarnung: Das Gebäude sei nicht einsturzgefährdet. Ich vertraue mal darauf, dass das stimmt…

Crime Scene vor meiner Wohnungstür!

Crime Scene vor meiner Wohnungstür!

Hier der Artikel der lokalen Nachrichten. Zitat:  „Not far from there, a tree fell on a Georgia Tech family housing building on 10th Street. No injuries were reported.“

 

Landtagswahl BaWü 2011

Mittwoch, 23. Februar 2011

Sehr geehrter Herr Müller,

wahlberechtigt für die Landtagswahl sind alle Deutschen im Sinne von Artikel 116 Abs. 1 des Grundgesetzes, die am Wahltag
1. das 18. Lebensjahr vollendet haben,
2. seit mindestens drei Monaten in Baden-Württemberg ihre Wohnung, bei mehreren Wohnungen ihre Hauptwohnung haben oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und
3. nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Nicht wahlberechtigt sind die in einem anderen Bundesland mit der einzigen oder der Hauptwohnung sowie die im Ausland lebenden Deutschen.

Da Sie sich zum 07.05.2010 in die USA abgemeldet haben, besitzen Sie in Deutschland keinen Wohnsitz mehr und können somit auch nicht wählen.

War mir neu… Es sollte sowas wie „Geburtswahlrecht“ geben. Wer verkauft mir seine Stimme? 😉

Ich glaub der Frühling ist da…

Samstag, 19. Februar 2011

… 22 Grad im Schatten, in der Sonne ist es fast schon zu warm. Nur hoffen, dass der Winter kein allzu großes Comeback erhält…

Schnee zum neuen Semester

Montag, 10. Januar 2011

Gestern Abend bin ich wieder wie geplant nach Atlanta zurückgeflogen. Raus aus dem Flughafen, und: Schnee…. Heute Nacht hat es dann durchgeschneit und draußen ist nun alles schön weiß. Campus geschlossen. Über Schnee kann man sich diesen Winter nicht beklagen.

Heute hätte ich meine erste Vorlesung in „PDE (Partielle Differentialgleichungen) in Computer Vision“ gehabt, doch die fällt nun aus. Desweiteren werde ich noch „Optimal Control“ sowie ein Communication Pflichtseminar hören. Bis Mai wird auf jeden Fall auch das Feuerdetektionsprojekt noch weiterlaufen,  so dass es bestimmt nicht langweilig wird. Hoffen wir, dass das Semester weniger holprig wird als der Start.

NACHTRAG: Der Campus war übrigens die ersten vier Tage geschlossen aus diesem Grund: