Archiv für die Kategorie ‘Aktuell’

Endlich wieder zu Hause…

Dienstag, 21. Dezember 2010

… in meinem Apartment in Atlanta. Die europäischen Winterverhältnisse haben auch mich erwischt, mein Flug mit British Airways wurde gestrichen. Nach einem Warteschlangennachmittag in Atlantas Flughafen, habe ich nun einen Flug am Mittwoch Abend mit Lufthansa nach Frankfurt. Mal schauen, ob das was wird!

Tag 29 nach Prelim Exam

Dienstag, 16. November 2010

PASS!

YESSSSSSS!!!!

Tag 1 nach Preliminary Exam

Dienstag, 19. Oktober 2010

Heute morgen nahm ich die Preliminary Exam (Vordoktorprüfung) in Angriff. War schon ziemlich nervös angesichts des Stoffumfangs und der Bedeutung der Prüfung. Mit dem Bestehen der Prüfung wird man offiziell PhD-Student, bekommt eine Gehaltserhöhung und kann Thesis-Hours nutzen, um das Mininum von 9 Credits pro Semester zu erreichen. Letzteres ist der wichtigste Punkt, die Prüfung schnell zu bestehen. Ansonsten muss man Kurse über Kurse nehmen, die man eigentlich nicht braucht und eigentlich auch keine Zeit dafür hat. Wie dem auch sei, die Prüfung lief dem Gefühl nach ganz gut und in einem starken Monat weiß ich dann mehr…

Back at Tech

Montag, 10. Mai 2010

Eyjafjallajökull hat mich am Freitag gerade noch verschont, als ich über London nach Atlanta flog. Die Reise verlief trotz jeder Menge Gepäck (2 eingecheckte Koffer, sowie 1 Koffer, 1 Gitarre und 1 Rucksack im Handgepäck – alles in allem über 70 kg) und Trubel/Wartezeit in London/Heathrow gut. Die Boeing 777 von London nach Atlanta war nur spärlich besetzt, so dass der Nebenplatz leer blieb – sehr angenehm, fast wie Business Class. Filmempfehlung von mir: Invictus mit Morgan Freeman und Matt Damon über Nelson Mandela und die Rugby-WM in Südafrika, vor allem wo jetzt die Fußball-WM in Südafrika ansteht.

Das Wochenende verbrachte ich zusammen mit Fiona. Am Samstag fuhren wir nach Athens, Georgia, wo eine Freundin Fiona’s ihren Doktor-Abschluss an der UGA (University of Georgia, Athens) feierte. Athens ist ein wirklich nettes Städtchen mit der hübschen und ältesten staatlichen Uni Amerikas. Es besteht ja schon eine gewisse Rivalität zwischen UGA und Georgia Tech, vor allem beim Football, aber die Schönheit des Campus darf man schon zugeben. Direkt angrenzend befinden sich einige Bars und Kneipen, was es so in den USA ja nicht so oft gibt. Also schon nett. Aber halt auch recht weit weg von einer Großstadt, was  beim Georgia Tech sehr schön ist, dass man mitten in der Stadt ist. Letztendlich entscheidet eh der Studiengang, was einem liegt, denn UGA ist eher geisteswissenschaftlich, und das Georgia Tech natürlich eher technisch orientiert. Tatsächlich soll es GTler geben, die wegen des hohen Frauenanteils über eine Stunde zu Parties an der UGA fahren. Ist quasi wie Uni Stuttgart und PH Ludwigsburg.

Robert E. Park Hall, UGA, Athens

Gestern, Sonntag, war dann großes Einkaufen angesagt. Man kann sagen, was man will, aber Sonntags einkaufen gehen können ist schon was Angenehmes und Praktisches…  Bei IKEA und Walmart fanden wir die wichtigsten Möbel und Einrichtungsgegenstände, die wir sogleich zu meinem neuen Apartment brachten, das ich mit Subu, einem Freund vom Tischtennis, teile. Wenn dann mal alles fertig ist, kommt wahrscheinlich noch ein Foto.

Heute habe ich ein paar Sachen auf dem Campus erledigt (Computer- und Gebäudezugang im Lab, Registrierung beim Internationalen Zentrum,…) und mein Zimmer vervollständigt: Der Schreibtischstuhl wurde als letztes zusammengebaut, weswegen ich jetzt erst diesen Eintrag schreiben konnte. Diese Woche wird voraussichtlich noch recht ruhig, ab nächste Woche geht dann das Summer-Semester offiziell los.

Eyjafjallajökull

Martin at GT – RELOADED

Freitag, 16. April 2010

Viele werden es schon mitbekommen haben: Aus dem Untertitel „Mein Studienjahr am Georgia Tech“ ist „Mein Studium am Georgia Tech“ geworden. Nach reiflicher Überlegung habe ich den Schritt gewagt, für den Ph.D. (Doktor) wieder ans Georgia Tech zu gehn. Voraussichtliche Dauer: 3-4 Jahre, d. h. die zahlreichen Fans dieses Blogs dürfen sich freuen. Am 7. Mai geht’s wieder über den Atlantik.

Die Planungen laufen und sind größtenteils schon abgeschlossen. Die Basis des Studiums bildet die Anstellung als GRA (Graduate Research Assistant) bei Prof. Tannenbaum, woraus ich meinen Lebensunterhalt bestreiten und in ferner Zukunft hoffentlich mit einer Doktorarbeit hervorgehen werde. Prof. Tannenbaum beschäftigt sich hauptsächlich mit Computer Vision („Sehende Computer“) im Bereich Medical Imaging (Medizinische Bildgebungsverfahren) und Visual Tracking (Erkennen und Verfolgen von Objekten in Bildsequenzen). Vor allem der letzte Teil ist aufgrund seiner Dynamik-Eigenschaft für den Kybernetiker interessant. Genauere Themen und die Studienplanung muss ich aber in den kommenden Wochen noch zusammen mit Prof. Tannenbaum ausarbeiten. Später also mehr dazu.

Mit diesem Update ist „Martin at GT“ also wiedereröffnet und ich hoffe weiterhin auf rege aktive (read&write) sowie passive (read-only) Beteiligung.

Die Heimreise

Freitag, 09. Oktober 2009

Nach der wenig erholsamen Nacht im Flieger von San Diego nach Atlanta hatte ich zwei Tage, um die letzten Zelte in Atlanta abzubauen. Nachdem das meiste gepackt war, kam ich nicht darum herum noch ein paar Mal im Lab vorbeizuschauen, um einige Dinge wegen des Papers, das wir damals schrieben, zu klären. Gar nicht so einfach, sich bei den ganzen Abreisegedanken noch auf solche Dinge zu konzentrieren… Abends feierten wir  Frederiks Geburtstag, der irgendwo an der Grenze zwischen Arizona und New Mexico im Flugzeug begann.

Nach ausgiebigem Schlaf stand der letzte Tag in Atlanta vor der Türe. Um 21:15 Uhr ging der Flug nach London. Den Tag verbrachte ich mit Fiona bei Mittagessen und ein bisschen Shopping, um die übrigen freien Gewichte im Koffer auszunutzen. Dann war es wirklich so weit. Der Abschied war geteilten Herzens: Wehmut, jetzt gehen zu müssen, und positive Spannung, wie es denn jetzt zu Hause so ist.

Der Flug mit British Airways war super, top Entertainment (Kleine Screens mit vielen Filmen, Musik, Serien,..) , Comfort (Sessel mit seitlicher Kopfstütze – sehr wertvoll beim Schlafen) und  Service (kostenloser Wein). Im Flughafen in London hat’s mir aber nicht so gut gefallen: Ich dürstete nach Grundlebensmitteln (Wasser, Brot, einfach was simples für meinen Magen), doch fast alles, was die da verkauften, waren Parfums, Designerklamotten und Spirituosen… Zum Glück fand ich noch den Starbucks, der dann auch ein paar restliche Dollars annahm.

Der Flug von London nach Stuttgart ging fix, und die Freude war groß als dann nicht nur meine Familie, sondern auch Matthias, Christoph und Elmar (von links nach rechts) in der Wartehalle standen. Nach einem üppigen schwäbischen Abendessen in Hoheneck war ich dann zu Hause.

Gleich am Sonntag dann Wiedersehen der Stuttgarter bei Jasmin, am Mittwoch das erste Tischtennistraining, Donnerstag Spieleabend bei Christoph und gestern Spieleabend bei Alex mit Lena und Daniel. Nach fast zwei Wochen ist schon wieder einiges so wie früher. Letztes Wochenende fand auch tatsächlich schon ein Wiedersehenstreffen einiger Freunde aus Atlanta beim Oktoberfest in München statt. Madison aus Atlanta war extra dafür angereist, während alle anderen aus verschiedenen deutschen Regionen kamen. Wir hatten eine Menge Spaß und sind besonders Christian dankbar, der uns alle in seinem Elternhaus aufgenommen hat und unermüdlich durch München und das Oktoberfest geführt hat!

Am 15. Oktober wird mein Praktikum bei der Bosch Engineering in Abstatt beginnen, wo ich bis Mitte Februar beschäftigt sein werde.

Der Anfang vom Ende

Montag, 24. August 2009

Es ist also tatsächlich geschafft – Ich, die Thesis, zwei Paper, Verabschieden, Zelte abbauen… Ich bin so froh, dass die harte Arbeit der letzten Wochen vorbei ist, so froh, morgen in den Urlaub zu fahren (Hawaii und der Westen), so froh, bald wieder zu Hause zu sein, und so traurig, dass es schon vorbei ist.

Das Schreiben der Thesis verlief recht erfolgreich. Für fast zwei Wochen habe ich drei Schichten täglich gemacht (also noch nach dem Abendessen), was sowohl körperlich als auch emotional sehr anstrengend war. Doch das Ergebnis, die Arbeit ausgedruckt in Händen zu halten,  macht umso glücklicher und zufriedener. Anfangs wollte ich alle drei Paper (eins für die Konferenz und zwei für Journals) angehen, doch Mitte letzter Woche habe ich eingesehen, dass das nur mit äußerstem Stress möglich gewesen wäre, und so ein schönes Abschiednehmen verhindert hätte. Ich bin also die letzten Tage etwas ruhiger angegangen, und bin definitiv froh, dass ich es so gemacht habe.

Wie gesagt, morgen früh geht es zusammen mit Alex und Frederik nach Hawaii, bis zum 3. September. Danach fliegen Frederik und ich nach Kalifornien, von wo wir einen Roadtrip durch die Staaten Nevada, Arizona, Utah, Colorado und New Mexico starten. Alles in allem bin ich am 24.9. wieder für eine Nacht in Atlanta und komme dann am 26.9. abends in Stuttgart an. Das erste Urlaubsbild gibts aber jetzt schon:  So in etwa werde ich die nächste Woche am Strand liegen….

Urlaub.........

Urlaub.........

(Das Bild entstand übrigens am Samstag beim Besuch im Atlantaer Zoo.) Das Kapitel USA ist also noch nicht zugeschlagen für dieses Jahr und es werden noch ein paar Einträge folgen, um die Geschichte zum Ende zu bringen. Bis dahin allen noch einen schönen Sommer und – Aloha!

Meine Familie zu Gast in Atlanta

Sonntag, 26. April 2009

Nach mehr als 8 Monaten haben wir uns wieder gesehen. Meine Eltern (Ingrid und Eberhard), meine Schwester Simone und ihr Freund Sebastian landeten am Montag 13.4. in Hartsfield Airport, um eine Woche in und um Alanta zu verbringen. Die Hürden der Einreise scheinen sie ohne Probleme gemeistert zu haben und nachdem wir uns den Mietwagen geholt haben (ein Toyota SUV), ging’s auch schon los ins Zentrum von Atlanta. Die Hotels hatte ich von hier aus gebucht, so dass wir nur noch einchecken mussten. Am ersten Abend (In Deutschland war es ja schon spät) hatten wir uns nicht so viel vorgenommen, nur noch amerikanisch Burger-Essen im Vortex. Mit dem nächsten Tag begann dann aber die – wie ich bis jetzt vernommen habe – anstrengende Erkundungsreise durch Amerika. Morgens Campus-Tour, wobei auch ich den Campus nochmal neu entdecken konnte, da man sonst ja immer mit einem Ziel herumläuft. Ins Aquarium und zum Rundblick aufs Westin Hotel habe ich sie dann aber alleine geschickt, da ich mittags Vorlesungen hatte. Am Abend erfüllte sich für Sebastian und Simone, beide aktive Baseball bzw. Softball-Spieler, ein Traum. Wir fuhren zum Turner Field, wo die Braves leider etwas kläglich gegen die Florida Marlins verloren. Aber für den Kenner muss so ein Spiel doch sehr spannend sein. Ob Eberhard im Hintergrund des Bildes seine Augen noch offen hat, müsst ihr ihn selbst fragen 🙂 .

Versammelte Mannschaft beim Baseball

Versammelte Mannschaft beim Baseball

Und am nächsten Tag waren meine Gäste auch schon wieder weg. Da für mich auch in dieser Woche einiges zu tun war und 7 Tage Atlanta etwas zu lang sind als Touri, fuhren sie bis Freitag nach Savannah und Charleston, um auch ein bisschen das typische Südstaatenflair zu erleben, das man in Atlanta kaum spürt. Wie ich gehört habe, war das Hotel in Charleston auch ganz annehmbar. Aus Raummangel bekamen sie die Präsidenten-Suite, wo schon Reagan, Bush Sr. und Prinz Charles genächtigt haben – Deutsche Touris in hohen Gefilden 🙂 .

Eberhard und Ingrid im Botanischen Garten

Eberhard und Ingrid im Botanischen Garten

Den Samstag und Sonntag nutzen wir dann gemeinsam in Atlanta. Um es einmal zugespitzt zu formulieren, hatten sich im Laufe der Zeit zwei Lager gebildet: Meine Eltern – Sightseeing, früh aufstehen, was vom Land sehen, carpe diem, vs. Simone und Sebastian – Shoppen gehen, ausschlafen, Raucherpause, wenig laufen. So mussten wir am Samstag Kompromisse finden, was dann auch geht, wenn man nur früh genug aufsteht… Morgens zum zweistündigen Powershopping zur Outlet-Mall, eine Stunde nördlich von Atlanta. Die Aussage Ingrid’s „I brauch nix“, stellte sich gegen Ende der zwei Stunden dann doch als falsch heraus, als die Versuchung des Reebok-Stores und eines Schuhladens dann doch zu groß wurde, sich mit neuen Sportklamotten auszustatten. Im anschliessenden Atlanta History Center, das ich selbst noch nicht gesehen habe, erkundeten wir die Geschichte Atlantas, die hauptsächlich aus Bürgerkrieg (1860er) und den olympischen Spielen ’96 besteht. Zudem gibt es eine nachgebaute Farm und das Swan-House, ein opulentes Herrenhaus von 1928. Nachdem Simone und Sebastian dies überstanden hatten (und es dann doch ganz gut fanden), erwartete sie die nächste Herausforderung: Die Besteigung von Stone Mountain (über den ich ja schon Anfang des Jahres berichtet habe) und die anschließende Lasershow. An diesem Tag konfrontierte ich meine Eltern auch zum ersten Mal mit Fast-Food (Arby’s), doch Eberhard war positiv überrascht – „I wusst gar net, dass Fast Food so gut schmeckt.“ Aber auf Dauer wolle er es auch nicht essen.

Martin Luther King's Grab

Martin Luther King's Grab

Der letzte Tag unserer gemeinsamen Zeit (Sonntag) stand zunächst im Zeichen von Martin Luther King, der in Atlanta aufgewachsen und auch tätig gewesen ist. Wir besuchten den Gottesdienst der Ebenezer Baptist Church, ein sehr interessantes Erlebnis. Fetzige Gospelmusik vom Männerchor, unglaublich herzliche und freundliche Leute, und ein Prediger, der bei der Predigt fast explodiert (und Eberhard ist doch so empfindlich gegen Schreien 🙂 ). Im Anschluss sahen wir das Visitor Center, in dem sich ein kleines Museum zur Bürgerrechtsbewegung befindet, die Historic Ebenezer Baptist Church und das Grab von Martin Luther King. Am Mittag teilten sich die zwei Lager dann doch noch auf: Simone und Sebastian begaben sich auf die Suche nach Baseball-Equipment, während meine Eltern und ich uns den Botanischen Garten anschauten. Ich habe schon befürchtet, dass Ingrid ihre ganzen Filme verknipsen würde, aber sie hat sich dann doch erstaunlich gut zurückgehalten. Nach der ganzen Geschichtskunde war das Betrachten von Blumen ohne Schilderlesen o.ä. auch für mich sehr erholsam.

Best of Botanical Garden

Best of Botanical Garden

Und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Nach wenigen, aber intensiven Tagen gemeinsam in Atlanta befindet sich die Reisegruppe inzwischen in Philadelphia am Ende einer Rundreise im Nordosten der USA. Ich hatte am Anfang ja schon ein paar Bedenken, wie das für meine Eltern mit dem Englisch reden wird, aber es ging alles ohne Probleme – Papa frei drauf los redend, auch wenn er die Antwort nicht immer auf Anhieb verstand 😉 , und auch Mama hat mich positiv überrascht, als sie bei der Führung im History Museum einiges verstanden hat. Und zur Not waren ja auch noch die Englisch-Experten Simone und Sebastian da 🙂 .

Zu guter Letzt: Vielen, vielen Dank für den Besuch!! Und es ist ja nicht mehr allzu lange, bis der Titel des Blogs geändert werden muss…

Chinese New Year, Pamela Anderson und NHL

Freitag, 30. Januar 2009

Über die Kreativität des Titels darf gestritten werden, doch mir ist partout kein anderer  eingefallen, der diese drei zusammenhangslosen Begriffe verbindet. Konstruktive Vorschläge nehme ich gerne entgegen 🙂 .

Beim Dumplings Essen

Beim Dumplings Essen

Selbstgemachte Dumplings

Selbstgemachte Dumplings

Am Montag war das chinesische neue Jahr, das man auch als Frühlingsfest (Spring Festival) kennt. Nicht dass das hier in den USA übermäßig gefeiert würde, aber da ich mich in den letzten Wochen mit einigen chinesischen Studenten angefreundet hatte, war ich bei einigen Feiern dabei. In China wird nämlich nicht nur am Abend vorher („Silvester“) gefeiert, sondern die Feiern können unter Umständen bis zu einem Monat vorher beginnen, wie mir Jintang, mein chinesischer Mitbewohner, sagte. Und Feiern besteht in der chinesischen Tradition wohl hauptsächlich aus Essen, u.a. Dumplings (siehe Bild), kleine, mit Fleisch gefüllte  Teigtaschen, im Prinzip ähnlich wie Maultaschen. Einige durfte ich sogar selbst zubereiten, was gar nicht mal so schwierig ist.  Wer bei Betrachtung des anderen Bilds denkt, ich hätte gelernt mit Stäbchen zu essen, der wurde getäuscht. Ich halte die Stäbchen da nur fix wie eine Schaufel ohne sie relativ zueinander zu bewegen 😉 . Aber ich trainiere hart, es zu lernen. Wir haben nun übrigens das Jahr des Ochsen, gourmet-technisch ein Fortschritt zum letzten Jahr, dem Jahr der Ratte…

Am Samstag habe ich tatsächlich Baywatch Girl Pamela Anderson gesehen. Sie war „zufällig“ im gleichen Atlantaer Club wie wir, allerdings etwas vom normalen Volk abgeschirmt. Der Club an sich war extrem schlecht (Ich erwähn den Namen gar nicht erst, da ich ihn schon wieder vergessen habe), aber immerhin konnte man(n) Pamelas wallendes blondes Haare aus der Ferne bestaunen. Gegen Ende ist sie aber doch noch an uns vorbei gelaufen, so dass an ihrer Identität kaum ein Zweifel besteht. Ich habe leider kein Bild von Pamela Anderson gemacht, aber wer eins sehen will, findet auf google.com unter gleichnamigem Suchbegriff so einige 🙂 .

NHL - ATL Thrashers vs. NY Islanders

NHL - ATL Thrashers vs. NY Islanders

Spielstand nach 14 Minuten

Spielstand nach 14 Minuten

Und gestern Abend hatte ich dann auch Nummer 3 der amerikanischen Profisport-Ligen gesehen. Beim Invers-Tabellenspitzenspiel der NHL (Eishockey-Liga) trafen die Atlanta Thrashers (vorletzter) auf die Islanders aus New York (letzter). Nach 14 Minuten stand es auch schon 4:0 für die Islanders, so dass wieder mal die amerikanische Unterhaltungskunst bei Sportveranstaltungen zum Höhepunkt avancierte. Besonders herauszuheben dabei die tolle Eishockey-Orgelmusik, die einen mit nahezu jedem bekannten Ohrwurm zum Mitklatschen animierte, und die leicht bekleideten Eisläuferinnen, die sich in den kleinen Pausen mit Wischern und Schaufeln um das Wohl des Eises bemühten. Im 2. Drittel nahm die Schlummerstimmung ihre Fortsetzung, weil einfach nichts passiert ist, bis sich schließlich zwei Spieler ein Herz fassten und eine einminütige Rauferei begannen. Das Stadion stand Kopf… Im letzten Drittel drehten die Thrashers auf und kamen auf 3:4 heran, doch dann der Todesstoß, das 3:5. Am Ende lautete es 4:5 für den Tabellenletzten. Naja, Eishockey scheint in Atlanta nicht die Nummer 1 zu sein, aber das kann man im Süden der USA ja auch nicht erwarten, wo einige Menschen in ihrem Leben noch nicht einmal selbst Schnee gesehen haben 😉 .

Auf Wiedersehn Atlanta, 2008

Freitag, 19. Dezember 2008

Die letzten Tage waren sehr angenehm, um mal wieder alles etwas ruhiger angehen lassen zu können, auszuschlafen und einige Dinge aufzuholen, die während den Final Exams liegengeblieben sind.

Das angekündigte NBA-Spiel der Hawks gegen die Boston Celtics war ein echter Knaller! Einige Sekunden vor Schluss hatte Atlanta einen Rückstand von 2 Punkten und 2 Freiwürfe. Und den letzten hat der Hawk-Spieler dann tatsächlich verworfen. Sonst wäre es nach einer herausragenden Leistung noch in die Verlängerung gegangen. Wie zu erwarten, war auch das drumherum wieder ein Highlight für sich. Ein tolle Interpretation der Nationalhymne, die ja vor jeder Sportveranstaltung zum Besten gegeben wird, Tänze der „A-Town-Dancers“, trampolinspringende Dunker und zur Halbzeit eine Rap-Vorführung von Ludacris („Move ***, get out the way“).

Hawks vs. Celtics: Show-Einlage

Hawks vs. Celtics: Show-Einlage

Die Vorstellung des Ballets Nutcracker (Nussknacker) im Fox Theater heute abend betrachtete ich mit gemischten Gefühlen. Meine größte Enttäuschung war, als ich zur Pause feststellen musste, dass kein Orchester spielt, sondern alles eingespielt wurde. Ich dachte immer bei Ballet wäre das Orchester genauso Pflicht wie z.B. bei Oper, aber dem scheint nicht so zu sein. Den ersten Akt fand ich etwas zu kindlich inszeniert. Auch waren für mich kaum tänzerische Glanzpunkte zu sehen. Den zweiten Akt fand ich dann aufgrund der schönen Paartänze sehr ansprechend, nachdem ich mich damit abgefunden hatte, dass kein Orchester spielt. Alles in allem hat sich der Besuch aber schon gelohnt: Die Bühnen- und Kostümgestaltung war sehr opulent, im zweiten Akt schöne Tanzszenen und natürlich ist die Musik, wenn auch eingespielt, großartig.

Im Fox-Theater (ich, Frederik, Jochen v.l.n.r.)

Im Fox-Theater (ich, Frederik, Jochen v.l.n.r.)

Atlantas Weihnachtsbaum bei Atlantic Station

Atlantas Weihnachtsbaum bei Atlantic Station

Morgen früh um 9:40 Uhr ist Abflug an die Ostküste. Ich weiß noch nicht, ob ich die Möglichkeit haben werde, von unterwegs was zu schreiben. Die Reiseplanung sieht wie folgt aus: 19.-23.12. Washington D.C., 23.12.-25-12. Philadelphia, 25.12.-1.1. New York City, 1.1.-1.3. Boston. Die Tagesplanungen haben Frederik, Jochen (Ein Freund von Frederik aus Deutschland) und ich bereits gemacht und es wird ein straffes Programm… Gut dass wir danach noch einen Tag frei haben, bis das Semester wieder losgeht.

Bis dahin wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!