Archiv für die Kategorie ‘Sonstiges’

Peters Hochzeit

Mittwoch, 10. April 2013

Am Wochenende hat mein Labkollege Peter geheiratet und ich hatte die Ehre einer von acht „groomsmen“ zu sein. Der eigentliche Trauzeuge wird „best man“ genannt und ist einer der groomsmen. Die restlichen sieben, darunter ich, haben eher Statistenrollen: Unsere Aufgabe war es vor Beginn der Trauzeremonie in der Johns Creek Baptist Church im Norden Atlantas die Gäste an ihre Plätze zu führen – Damen den Arm anbieten nicht vergessen! Zu Beginn der Zeremonie liefen wir dann mit Orgelmusik ein und stellten uns im Bogen vor dem Altar auf, symmetrisch zu den „bridesmaids“ auf der anderen Seite, wo wir dann für ca. eine halbe Stunde still standen. Nachdem Peter und Rene offiziell als Ehepaar verkündet worden waren, gingen wir Arm in Arm mit unserer jeweiligen bridesmaid ab.

Mandy und ich bei Peters Hochzeit

Mandy und ich bei Peters Hochzeit

Die anschließende Reception (Feier) fand in der Residenz (Residenz ist hier nicht die schlechte Übersetzung von „residence“, sondern passt wirklich besser als „Haus“) der Brautfamilie statt, mit allem was dazugehört: Fahrt mit einem alten Rolls Royce, hochklassige Lifejazzband, Buffet, Hochzeitstorte, Strauß- und Strumpfbandwurf, etc. Nur keinen Alkohol, da die Brautfamilie sehr traditionell gläubig ist. Relativ früh gegen Einbruch der Dunkelheit hat uns das Brautpaar dann in Richtung Costa Rica zum Honeymoon verlassen und das Fest war nach einigen letzten Bildern vorüber. Mit dem Golfkart wurden wir wieder vom Springbrunnen in der Einfahrt entlang des von Kirschbäumen gesäumten Zugangswegs zur Straße gefahren, wo ich mich mit dem Smoking in meinen Corolla setzte und das Gefühl hatte, dass da zwei Welten aufeinanderprallen.

Das vergangene halbe Jahr….!!!

Montag, 18. März 2013

Oha, ich hab ja ein Blog! Letzter Eintrag: Oktober… Nun ja, die Winterpause ist jetzt vorüber. Für die Archive künftiger Generationen würde ich aber doch noch gerne ein paar Erlebnisse des vergangenen Winters festhalten. Ist jetzt halt eher eine Geschichtsdokumentation als ein aktuelles Blog… (Man bemerke: Ich habe mich dazu entschlossen, dass „das“ Blog sinnvoller klingt als „der“ Blog, da es ja von log=Tagebuch, Logbuch, etc. kommt. Ich entschuldige die Inkonsistenz zu früheren Einträgen.)

Skifahrn in Maggie Valley, NC

Skifahrn in Maggie Valley, NC

Thanksgiving weekend (Ja, das ist noch vor Weihnachten und Ostern steht schon wieder vor der Tür). Zum ersten Mal seit etwa 10 Jahren stand ich wieder auf Skiern! Mit chinesischen Freunden war ich im Ski-Resort Maggie Valley in den Appalachen North-Carolinas nicht weit vom Nationalpark Great Smoky Mountains. Dank Schneemaschine gab es sogar Schnee und wir konnten den sonnigen Tag auf der Piste, die sich mit der Hachel in Kleinsachsenheim messen lassen kann, genießen. Dass die Piste sehr einfach war, störte mich aber weniger, da ich eh die meiste Zeit als Skilehrer für meine chinesischen Freunde fungierte. Als die Sonne sich senkte wurde es aber unangenehm mit Minusgraden und Schneemaschinen, die die Skiläufer regelrecht eineisten, so dass wir trotz Flutlicht etwas früher Schluss machten als geplant. Aufgewärmt wurden wir in unserer „Hütte“ (Cabin, was angesichts des Komforts eher als „voll ausgestattetes Holzhaus“ zu übersetzen wäre) durch chinesisches Hot Pot, das quasi Fondue mit Brühe, Fleisch und Gemüse ist, nur dass man mit Stäbchen nach Nahrhaftem fischt anstatt sich sein Essen mit der eigenen Fonduegabel zu sichern. Also eher eine „Survival of the Fittest“-Erfahrung, wer sich die guten Teile aus dem Topf schnappen kann. Keine guten Chancen für mich mit meiner Stäbchenfertigkeit… Aber meine Freunde waren nett und haben mir immer wieder mal was abgegeben 😉 .

Nun eine Sensation, ich hätte es bis vor Kurzem auch nicht für möglich gehalten, aber ich habe einen Tanzkurs gemacht (Lena hat meine Fertigkeiten mit einer zerbrochenen Schüssel an Silvester schon bezeugen können… :-)). ChaChaCha, Rumba und vor allem Walzer standen auf dem Programm. Wie sehr ich den Kurs aufgrund meiner Liebe zum Tanzen oder aufgrund meiner Tanzpartnerin gemacht habe, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass es besser lief als gedacht. Die Schritten saßen eigentlich recht schnell und ich denke ich würde mich jetzt zumindest nicht mehr blamieren. Aber mal schauen, bin jetzt ja schon fast wieder etwas aus der Übung… Also keine Garantie!

ChaChaCha beim Abschlussball

ChaChaCha beim Abschlussball

Wie die meisten mitbekommen haben, war ich an Weihnachten mal wieder zu Hause, habe viele Leute getroffen und natürlich Weihnachten mit der Familie verbracht. Vielen Dank euch dreien und allen Freunden für die schöne Zeit zu Hause!

Und nun: Der Titel „erster nicht-familien-Besuch“ geht an Christoph! Als Dankeschön gibt’s einen exklusiven Paragraphen in diesem Blogeintrag! 😉 Nein ernsthaft, hat mich sehr gefreut Besuch aus der Heimat zu haben. Wir haben einige Atlanta-Highlights abgeklappert, unter anderem neu war für mich das Cyclorama, ein gigantisches Gemälde über den Bürgerkrieg und die Schlacht um Atlanta. Nicht nur die Erklärungen zum Inhalt des Bildes auch das Technische rund um das Gemälde (wie wurde es gemalt, wie aufgehängt, wie kommt ein gewisser 3D-Effekt zustande) waren recht interessant. Nur das angrenzende Museum war etwas mager, da lohnt sich das Atlanta History Center deutlich mehr. Vom Tiefpunkt, wobei sich die Atlanta Hawks von ihrer einschläferndsten Seite zeigten, erreichten wir den Höhepunkt mit dem Trip nach Savannah. Wir schafften es, alle Squares abzulaufen und dank iPhone-Recherche gelang es uns sogar den Drehort von Forrest Gump mit der Bank an der Bushaltestelle zu finden.

Drehort für Forrest Gumps Bushaltestellenszenen

Drehort für Forrest Gumps Bushaltestellenszenen

Auch vom Tischtennis gibt es Neues. Im Regional Tournament in New Orleans vor zwei Wochen erkämpfte das GT-team wacker einen 6. von 8 Plätzen, was schon recht gut war, nachdem unser erfolgreiches Doppel Alvin und ich ein wichtiges Spiel gegen Alabama ganz knapp gewonnen hatte. Eigentlich waren mit dem 6. Platz unsere Hoffnungen auf die Nationals begraben, doch gestern Abend kam die frohe Botschaft, dass wir eine Wild-Card (Nachnomminierung) erhalten haben. Am 11. April geht es also nach Rockford, Illinois, zu den Nationals. Ich werde berichten.

Albert Einstein

Donnerstag, 15. März 2012

In den letzten Wochen habe ich die Einstein-Biografie von Walter Isaacson gelesen (Dank an Fiona dafür), was gleichzeitig meine erste Biografie überhaupt war. Man denkt sich ja „Einstein, kennt man doch“, aber ich bin stark beeindruckt wie viel Neues eine Biografie mitteilen kann und wie sich mein Bild der Person Einstein geändert hat. Gerade bei Einstein, den man oft nur mit „Genie“ identifiziert, fand ich es äußerst interessant die menschliche Seite zu entdecken. Und auch bezüglich der wissenschaftlichen Errungenschaften ist eine Betrachtung im Kontext der Zeit sehr aufschlussreich: Einstein war definitiv mathematisch sehr begabt und hatte im richtigen Moment die richtige Idee (thinking out of the box), doch war die Relativitätstheorie in Betracht des damaligen Wissen ein logischer (wenn auch gewagter) Schritt und kein „Blitz aus heiterem Himmel“. Meine Schlussfolgerung, was man braucht um in der Wissenschaft groß rauszukommen: exzellentes Handwerkszeug (Fachwissen, Mathematik), einen guten Schuss Kreativität und dann gaaaanz viel Glück.

Neben den informativen und nachdenklichen Passagen über Wissenschaft, Philosophie/Religion und die geschichtlichen Ereignisse, brachten mich Einsteins private Geschichten und geistreichen Kommentare immer wieder zum Schmunzeln. Eine beispielhafte Anekdote aus dem Jahr 1909, die Einsteins unkonventionellen Humor zeigt, übersetze ich hier aus dem Buch:

Einstein bei der Jahresfeier der Gründung der Universität von Genua, zu der sich allerlei Potente und Prominente einfanden: Vergnügt wendet sich Einstein an den Adligen neben ihm und spekuliert über den enthaltsamen Reformationsanführer, der die Universität gegründet hatte. „Wissen Sie, was Calvin gemacht hätte, wenn er noch da wäre?“ Der edle Herr verneint verwirrt. Einstein antwortet, „Er würde einen großen Scheiterhaufen errichtet und uns alle wegen sündhafter Schlemmerei verbrannt haben.“ Der Adlige sprach kein Wort mehr mit Einstein.

Wie erkennt man einen Deutschen beim Einkaufen?

Mittwoch, 11. Januar 2012

Letztens an der Walmart-Kasse wurde ich gefragt „Are you German?“, als ich mit zwei Päckchen Rahmspinat auschecken wollte. Es stellte sich heraus, dass die Kassiererin vor ca. 30 Jahren in die USA ausgewandert war und woher? Aus Waiblingen… Sie hat dann auch gleich noch das Gericht erraten, wofür ich den Spinat brauchte: Salzkartoffeln mit Spinat und Spiegelei, das sie in ihrer Kindheit immer gegessen hat. Ja, so fühlt man sich manchmal im Walmart in Atlanta wie beim Tante Emma Lädle im Schwobaländle, wo man mit der Verkäuferin noch ein Schwätzle über alte Zeiten hält.

Bohnengemüse mit Spätzle und „Saiten“

Montag, 05. September 2011

Anschließend an den letzten Beitrag meine neuste kulinarische Erfolgsmeldung: Bohnengemüse mit Spätzle und Saitenwürstle. Alles selbstgemacht, nur die Wurst ist vom Aldi. Das Bohnengemüse war ein klein wenig zu salzig, aber den Fehler mach ich beim nächsten Mal nicht nochmal. Rezept gibt’s auf Nachfrage 🙂

Bohnengemüse mit Spätzle und Saitenwürstle

Bohnengemüse mit Spätzle und "Saiten"-Würstle

Spätzle – Swabian Egg Noodles

Sonntag, 14. August 2011

War mal wieder beim Aldi, wo ein kleines  Special  „Deutsche Küche“ (so heißt die Marke) am Laufen ist. Neben Braunschweiger (noch nicht probiert) und Knack-Wurst (die wie Bratwürste aussehn, aber wie Saiten schmecken), gab es auch Spätzle, die getrockneten, die man nur noch kochen muss.  Schmeckt wie vom Supermarkt zu Hause, also nicht überragend, aber man nimmt ja was man kriegen kann! 🙂

Interessante ist die Vermarktung. Aus dem Verpackungstext:

„Our Original Swabian Egg Noodles are made from the best natural ingredients. It is a tradition in our region of the Black Forest to strive for the highest quality ingredients and food products. Swabian Egg Noodles are a versatile gourmet food. […] Deutsche Küche Spätzle is the perfect accompaniment to meat, poultry and fish.“

„Unsere original schwäbischen Eiernudeln sind aus den besten natürlichen Zutaten gemacht. Es ist Tradition in unserer Region, dem Schwarzwald, die qualitativ hochwertigsten Zutaten und Nahrungsmittelerzeugnisse anzustreben. Schwäbische Eiernudeln sind ein vielseitiges Gourmet-Essen. […] Deutsche Küche Spätzle bildet die perfekte Beilage zu Fleisch, Geflügel und Fisch.“

Wer von euch hat schon mal Spätzle mit Fisch gegessen!? Und dass Spätzle Gourmet ist, naja… Also nächstes Mal werd ich mal versuchen, selber Spätzle zu machen. Ist ja nicht allzu schwer. Bild ich mir ein…

 

Wie man eine Kakerlake „clean“ erledigt

Sonntag, 05. Juni 2011

Nachdem nun mit Beginn der heißen Jahreszeit (Die letzte Woche war es immer über 33 Grad) die erste Kakerlakensichtung des Jahres stattfand, stellte sich die Frage, wie das Problem zu lösen sei. Drauftreten ist sowohl schauderhaft als auch gefährlich, da so eventuell im Insekt befindliche Eier austreten und sich im Haus verbreiten können. Sprayen ist zwar recht hilfreich, doch weiß man ja nie, was man da so in der Gegend rumsprüht und wie es einem selbst bekommt. Zudem hatte ich keine Dose zur Hand. Nach kurzer Internetrecherche fand ich eine abenteurliche Variante: Einfach eine Seifenlösung auf die Kakerlake tropfen lassen! … Ich, schnell in die Küche (Die Kakerlake hatte es sich  Bad sehr bequem gemacht), ein wenig Spülmittel und Wasser vermischt und mit dem Schwamm aufgesaugt. Volle Ladung auf die Kakerlake. Und tatsächlich: Der Feind rennt eine Sekunde in vollem Tempo davon, erstarrt, wirft sich auf den Rücken, zappelt noch ein paar Mal mit den Beinchen und Antennchen, und ist erlegt. Unglaublich… Die wissenschaftliche Erklärung: Kakerlaken atmen durch den Körper. Durch die höhere Oberflächenspannung in der Seifenlösung wird die Luftversorgung gestoppt und die Kakerlake erstickt in wenigen Sekunden. Am besten sollte man den Bauch treffen, da die Kakerlake hier am meisten Luft einatmet. Dass das kein Allgemeinwissen ist!? Naja, nun ist das von den Kakerlaken lang gehütete Geheimnis „gelüftet“…

Letztens beim Dinner

Dienstag, 16. November 2010

Einfach mal ein Bildchen…

Martin und Fiona

Martin und Fiona

Bobby der Bibliothekar…

Montag, 02. August 2010

… dachte da sei ein Weg, doch da war keiner.

Watch Out For Pedestrians

Sonntag, 04. Juli 2010

Habe gerade im National Geogaphic gelesen, dass Atlanta einer Studie zufolge die 7. gefährlichste Stadt für Fußgänger in den USA ist (hinsichtlich Unfällen mit Todesfolge). Gefährlicher sind nur Orlando, Tampa, Miami, Jacksonville, Memphis und Houston.

Dies bestätigt, was man als Bewohner von Atlanta sowieso vermutet. So ist z. B. die Fußgängerampel der einzigen Straße, die ich auf dem Weg zum Lab überquere, … defekt. Watch out for cars…