Archiv für die Kategorie ‘USA’

Das Ende – Teil 2: Nutze die Zeit nach dem PhD

Montag, 03. November 2014

Der Monat meines 30. Geburtstags läutete eine neue Lebensphase ein: Wie schon berichtet, schloss ich mit dem PhD vom Georgia Tech mein Studentenleben ab. Zwei Wochen nach meiner Verteidigung erhielt ich ein Jobangebot von Texas Instruments (TI) in Dallas (Texas) mit Starttermin August 2014 (doch dazu später mehr). Mit Freude durften Mandy und ich verkünden, dass wir den Schritt nach Dallas gemeinsam und mit einem großen Versprechen machen würden. Was blieb waren zwei Monate freie Zeit, die es zu nutzen galt, da Urlaubstage in der amerikanischen Industrie nur spärlich gesät sind. Auf meiner Amerika-Karte der bereisten Gegenden klaffte noch ein ziemlich großes Loch in der Mitte, das es nun zu schließen galt. Gemeinsam mit Mandy startete ich einen 3-wöchigen Camping- und Roadtrip, auf dem wir ca. 5500 Meilen (ca. 8800 km) hinter uns brachten. Unser Hauptziel war Yellowstone National Park in Wyoming, das wir über folgende Route von Atlanta aus erreichten:

2014 Yellowstone Roadtrip

Die Highlights sind in den Bildern am Ende des Artikels festgehalten. Dazu gehörten:

  • WM-Spiel Deutschland gegen Ghana in einer Bar  in Nashville mit life Country-Musik.
  • St. Louis‘ Gateway Arch, das auch als Tor für unsere Reise in den Mittleren Westen der USA diente.
  • Badlands National Park mit einem sehr schönen Camping-Platz und Canyonlandschaft.
  • Mount Rushmore und das indigene Konkurrenz-Memorial Crazy Horse in den Black Mountains – ein Muss wenn man mal in der Gegend ist.
  • Höhlenwanderung in der Jewel Cave, momentan das 3.-größte Höhlensystem der Welt. „Momentan“, weil nur entdeckte Gänge zählen und quasi täglich neue Gänge entdeckt werden.
  • Die schnurgeraden und einsamen Autobahnen in Wyoming.
  • Rocky Mountains National Park: Eindrückliche Berge weniger als eine Stunde von Downtown Denver entfernt.

Yellowstone National Park war natürlich das absolute Highlight. Der Park ist riesig (8983 km²) und sitzt auf einem erloschenen Vulkan. Durch diese besondere Geologie gibt es hier unzählige Kuriositäten zu sehen: Sprudelnde Geysire, brodelnde Schlammlöcher, oder farbprächtige Wasserlöcher (Die Farben entstehen durch Bakterienkulturen, die sich mit der Temperatur und der Tiefe des Loches ändern). Dazu beeindruckende Berge, ein Fluss mit Wasserfällen, ein See in der Mitte (Der Vulkankrater), und allerlei Wildtiere (Büffel, Hirsche, vereinzelt auch Bären). Das Camping hat sich hier finanziell sehr gelohnt, wenn es auch eine gewisse Herausforderung war bei um die null Grad nachts (Ende Juni…).

Auf dem Rückweg verbrachten wir drei Tage in Dallas, wo wir das WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien erleben durften (In den zwei Wochen davor war es schwierig WM-Empfang zu bekommen; ab und zu mal ein Ergebnis-Update via iPhone immerhin). Zudem suchten und fanden wir ein Apartment für unseren Umzug nach Dallas im August. Die Autobahn I-20 führte uns durch bekannte und vermisste Südost-Landschaft mit dichten Wäldern durch Louisiana, Mississippi und Alabama wieder zurück „nach Hause“ nach Atlanta, Georgia.

Florida’s Panhandle

Sonntag, 03. November 2013

Ich bin selbst etwas überrascht, dass ich es in mehr als 4 Jahren Atlanta noch nicht an die Strände des Panhandle von Florida geschafft habe. Der Panhandle ist der relativ kleine Zipfel im Nordwesten Floridas, von dessen weißen Stränden am Golf von Mexiko man immer wieder Gutes hört.  Panama City Beach dürfte als beliebte Spring Break Örtlichkeit am bekanntesten sein. Doch wie sich herausstellte gibt es auch ruhigere Gegenden in diesem Landstrich. Alabamas lokale highways, die immer wieder interessant zu befahren sind, da sie einem das ländliche Amerika vor Augen führen, führten uns nach 5 Stunden Fahrt zum Grayton Beach State Park 30 Meilen westlich von Panama City Beach.

Grayton Beach, Florida - Blick Richtung Panama City Beach

Grayton Beach, Florida – Blick Richtung Panama City Beach

Für $27 pro Nacht mieteten wir eine Campingparzelle, die – wie auch der Rest des Campingplatzes – ein sehr gemütliches und sauberes Erscheinen hatte. Der Campingplatz ist nur 10 Minuten Fußweg im Park (alles sehr ruhig, kein Durchgangsverkehr) vom Strand entfernt, aber es gibt auch einen Parkplatz direkt am Strand. Der Strand kann wirklich mit den besten Stränden mithalten, die ich bisher gesehen habe (z.B. Hawaii, Tarifa in Spanien), sehr sauber, weiß und der Sand so fein, dass er manchmal einen Quietschton macht, den ich vorher noch nie gehört habe. Das einzig Störende waren evtl. die Autospuren im Sand (Habe aber nie ein Auto fahren sehen). Das ist aber nun wirklich etwas, wenn man was zu kritisieren sucht. Das Wasser ist im Oktober noch schön warm, da es mit um die 30 Grad C noch sehr schönes Wetter war und das Meer in dieser Gegend sehr flach ist. Also zum Schwimmen muss man vorher schon ein bisschen laufen. Auch der Strand im St. Andrews State Park in der Nähe von Panama City, den wir während eines Tagestrips nach Panama City besuchten, ist sehr schön, aber etwas mehr Leute aufgrund der Nähe zur Stadt.

Grayton Beach Sonnenuntergang

Grayton Beach Sonnenuntergang

Insgesamt würde ich diese Reise jederzeit als Verlängertes-Wochenende-Trip wiederholen, wenn mal wieder ein kurzer Erholungstrip notwendig wird. Schade, dass ich diese schöne Ecke nicht schon früher ausfindig gemacht habe. Ist eine Alternative zu den Smoky Mountains im Norden.

NCTTA Nationals in Rockford, IL

Freitag, 21. Juni 2013

Mitte April durfte ich meine 4. Teilnahme (nach 2009, 2011 und 2012) an den US College Table Tennis National Championships mit meinen Teamkollegen Alvin, Jash, Ludovic und Vedant in Rockford, Illinois, erleben. Inzwischen bin ich ja schon ein alter Hase und war nun zum ersten Mal Team-Captain. Letztes Jahr in Dallas waren ja nur Alvin und ich vom Georgia Tech beim Einzel und Doppel vertreten. Es hat sich bestätigt, was sich über die letzten Jahre angedeutet hat: Die Konkurrenz ist stetig besser geworden, während unser Niveau am Georgia Tech eher stagniert. Dies hat nicht nur mit Trainingseifer zu tun (der sicher bei uns noch höher sein könnte), sondern auch damit, dass immer mehr Colleges ihr Potential mit v.a. asiatischen Spielern ausschöpfen. Im Einzel (Alvin und Jash)- und Doppelwettbewerb (Alvin/ich und Jash/Vedant) ging alles recht schnell und keiner konnte glänzen. Im Teamwettbewerb ging es auch erst mal schlecht los, doch konnten wir gegen hinten raus dann doch das ein oder andere Spiel gewinnen, so dass wir 20. von 24 Teams wurden, ein realistisches und dem Ranking entsprechendes Ergebnis. Mehr war auf einem so hohen Level kaum drin.

Das GT team: Vedant, Ludovic, Jash, Martin, Alvin

Das GT Team: Vedant, Ludovic, Jash, Martin, Alvin

Rockford in Illinois war leider wieder einmal einer der weniger interessanten Austragungsorte, im Vergleich zu Dallas letztes Jahr. Ca. 1,5 Stunden von Chicago entfernt war aber immerhin „the windy city“ ein gelegenes Ausflugsziel. Da ich aber schon 2 Mal dort war, habe ich mir die übliche Touri-Tour gespart.  Dies war übrigens meine letzte Teilnahme bei den Nationals, da im Tischtennis die gleiche Regelung gilt wie im College Football, dass man maximal vier Spielzeiten mitmachen darf. Das hat etwas mit dem Profigeschäft beim Football zu tun und ergibt für mich beim Tischtennis (noch) nicht viel Sinn, da der Rubel hier noch nicht so richtig rollt. A propos Rubel, am Montag geht’s nach Russland, wo ich Ivan, Ivan und Vladimir (kenne ich vom Georgia Tech) zum Touri-Touren treffen werde. In Moskau und St. Petersburg war ich nämlich noch nicht…

Das vergangene halbe Jahr….!!!

Montag, 18. März 2013

Oha, ich hab ja ein Blog! Letzter Eintrag: Oktober… Nun ja, die Winterpause ist jetzt vorüber. Für die Archive künftiger Generationen würde ich aber doch noch gerne ein paar Erlebnisse des vergangenen Winters festhalten. Ist jetzt halt eher eine Geschichtsdokumentation als ein aktuelles Blog… (Man bemerke: Ich habe mich dazu entschlossen, dass „das“ Blog sinnvoller klingt als „der“ Blog, da es ja von log=Tagebuch, Logbuch, etc. kommt. Ich entschuldige die Inkonsistenz zu früheren Einträgen.)

Skifahrn in Maggie Valley, NC

Skifahrn in Maggie Valley, NC

Thanksgiving weekend (Ja, das ist noch vor Weihnachten und Ostern steht schon wieder vor der Tür). Zum ersten Mal seit etwa 10 Jahren stand ich wieder auf Skiern! Mit chinesischen Freunden war ich im Ski-Resort Maggie Valley in den Appalachen North-Carolinas nicht weit vom Nationalpark Great Smoky Mountains. Dank Schneemaschine gab es sogar Schnee und wir konnten den sonnigen Tag auf der Piste, die sich mit der Hachel in Kleinsachsenheim messen lassen kann, genießen. Dass die Piste sehr einfach war, störte mich aber weniger, da ich eh die meiste Zeit als Skilehrer für meine chinesischen Freunde fungierte. Als die Sonne sich senkte wurde es aber unangenehm mit Minusgraden und Schneemaschinen, die die Skiläufer regelrecht eineisten, so dass wir trotz Flutlicht etwas früher Schluss machten als geplant. Aufgewärmt wurden wir in unserer „Hütte“ (Cabin, was angesichts des Komforts eher als „voll ausgestattetes Holzhaus“ zu übersetzen wäre) durch chinesisches Hot Pot, das quasi Fondue mit Brühe, Fleisch und Gemüse ist, nur dass man mit Stäbchen nach Nahrhaftem fischt anstatt sich sein Essen mit der eigenen Fonduegabel zu sichern. Also eher eine „Survival of the Fittest“-Erfahrung, wer sich die guten Teile aus dem Topf schnappen kann. Keine guten Chancen für mich mit meiner Stäbchenfertigkeit… Aber meine Freunde waren nett und haben mir immer wieder mal was abgegeben 😉 .

Nun eine Sensation, ich hätte es bis vor Kurzem auch nicht für möglich gehalten, aber ich habe einen Tanzkurs gemacht (Lena hat meine Fertigkeiten mit einer zerbrochenen Schüssel an Silvester schon bezeugen können… :-)). ChaChaCha, Rumba und vor allem Walzer standen auf dem Programm. Wie sehr ich den Kurs aufgrund meiner Liebe zum Tanzen oder aufgrund meiner Tanzpartnerin gemacht habe, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass es besser lief als gedacht. Die Schritten saßen eigentlich recht schnell und ich denke ich würde mich jetzt zumindest nicht mehr blamieren. Aber mal schauen, bin jetzt ja schon fast wieder etwas aus der Übung… Also keine Garantie!

ChaChaCha beim Abschlussball

ChaChaCha beim Abschlussball

Wie die meisten mitbekommen haben, war ich an Weihnachten mal wieder zu Hause, habe viele Leute getroffen und natürlich Weihnachten mit der Familie verbracht. Vielen Dank euch dreien und allen Freunden für die schöne Zeit zu Hause!

Und nun: Der Titel „erster nicht-familien-Besuch“ geht an Christoph! Als Dankeschön gibt’s einen exklusiven Paragraphen in diesem Blogeintrag! 😉 Nein ernsthaft, hat mich sehr gefreut Besuch aus der Heimat zu haben. Wir haben einige Atlanta-Highlights abgeklappert, unter anderem neu war für mich das Cyclorama, ein gigantisches Gemälde über den Bürgerkrieg und die Schlacht um Atlanta. Nicht nur die Erklärungen zum Inhalt des Bildes auch das Technische rund um das Gemälde (wie wurde es gemalt, wie aufgehängt, wie kommt ein gewisser 3D-Effekt zustande) waren recht interessant. Nur das angrenzende Museum war etwas mager, da lohnt sich das Atlanta History Center deutlich mehr. Vom Tiefpunkt, wobei sich die Atlanta Hawks von ihrer einschläferndsten Seite zeigten, erreichten wir den Höhepunkt mit dem Trip nach Savannah. Wir schafften es, alle Squares abzulaufen und dank iPhone-Recherche gelang es uns sogar den Drehort von Forrest Gump mit der Bank an der Bushaltestelle zu finden.

Drehort für Forrest Gumps Bushaltestellenszenen

Drehort für Forrest Gumps Bushaltestellenszenen

Auch vom Tischtennis gibt es Neues. Im Regional Tournament in New Orleans vor zwei Wochen erkämpfte das GT-team wacker einen 6. von 8 Plätzen, was schon recht gut war, nachdem unser erfolgreiches Doppel Alvin und ich ein wichtiges Spiel gegen Alabama ganz knapp gewonnen hatte. Eigentlich waren mit dem 6. Platz unsere Hoffnungen auf die Nationals begraben, doch gestern Abend kam die frohe Botschaft, dass wir eine Wild-Card (Nachnomminierung) erhalten haben. Am 11. April geht es also nach Rockford, Illinois, zu den Nationals. Ich werde berichten.

Tischtennis Nationals in Dallas/Plano, Texas

Samstag, 19. Mai 2012
Mein Doppelpartner Alvin und ich

Mein Doppelpartner Alvin und ich

Ja, es war mal wieder soweit für die Tischtennis College Nationals. Im Vergleich zu Rochester (Minnesota), wo meine beiden letzten Nationals stattfanden, konnte diesmal richtige Vorfreude auf die Örtlichkeit aufkommen: Dallas, Texas, genauergesagt Plano bei Dallas (Plano:Dallas = Ludwigsburg:Stuttgart). Leider hatte sich dieses Jahr (hauptsächlich wegen Regeländerungen im Qualifikationsmodus) weder das Georgia Tech Männer- noch das Frauenteam qualifiziert, so dass mein Kommilitone Alvin und ich, die Reise allein antraten, um im Einzel- und Doppelwettbewerb die Ehre des Georgia Tech aufrechtzuerhalten. Erster Eindruck von Dallas: Verrückte Autobahnen… Wenn man von Deutschland nach Atlanta kommt, sind die Highways schon beeindruckend groß, aber so ein Highwaygewirr und eine Ansammlung von gigantischen Spaghetti-Intersections wie in Dallas hab ich noch nicht gesehn. Ohne Navi, keine Chance… Dass die Highways in Dallas so wuchern hängt vor allem damit zusammen, dass Texas sehr weitläufig ist und sich der Großraum Dallas über ein Fläche von ungefähr 60km x 60km hinzieht. Und das alles muss natürlich gut vernetzt sein, damit auch jeder mit seinem Pick-up Truck schnell von A nach B kommt.

Beim Einchecken im Hotel gab’s etwas Stress (Eine englische Beschreibung des Problems findet ihr hier auf Tripadvisor), aber dafür verlief der erste Tischtennistag am Tag darauf umso geschmierter: Sowohl Alvin als auch ich waren auf Platz 4 von 4 in unserer Gruppe gesetzt und wir schafften es beide auf den 3. Platz. Das reichte zwar trotzdem nur für die Trostrunde, aber trotzdem schon über Soll. Die Sensation gab es aber im Doppel. Zunächst schlugen wir mit einer guten Leistung ein Doppel von der Brown University, das ein Rating von etwa 2000 hatte, unser Rating ist 1650 (Weltklasse ist etwa 3000, Anfänger mit Talent etwa 1000). Doch damit nicht genug. Im Achtelfinale schlugen wir das Doppel Nr.4 des Turniers aus Toronto (Rating 2400) mit 3:0 Sätzen. Einmalig… Im Viertelfinale spielten wir dann zwar gut mit und hatten auch gute Chancen einen Satz oder zwei zu gewinnen, doch reichte es am Ende durch einige leichte Fehler nicht ganz. Trotzdem: Top 8 College-Doppel in den USA, das ist doch was! Am nächsten Tag in der Trost-KO-Runde gewann ich ein Spiel gegen den 4.-Platzierten einer anderen Gruppe, musste mich dann aber im Spiel darauf geschlagen geben. Alvin schaffte es immerhin ins Halbfinale der Trostrunde, was mir ja im Jahr zuvor gelungen war.

Billy Bob's - The world's largest honky tonk

Billy Bob's - The world's largest honky tonk

Soviel zum Tischtennissport, kommen wir nun zum Tourismussport. In den „Stockyards“, einem historischen Wild-West-Viertel, das für Vergnügungszwecke ausgebaut wurde, kann man denn so einige Texas-typische Dinge erleben. Neben Steak-Restaurants, Läden mit allerlei Kram und hübschen Gebäuden befindet sich hier auch das Billy Bob’s, eine ziemlich überdimensionierte Tanzbar mit live-Country. Nicht nur sahen viele Leute dort mit Cowboystiefeln und Kleidung aus wie Cowboys/-girls, sondern es gab auch echte Cowboys zu sehen. In einem Käfig der Größe eines Handballfeldes wurde ein kleiner Rodeowettbewerb ausgetragen: viel Lärm, ziemlich wilde Kühe, und meistens weniger als 2 Sekunden bullriding pro Wettstreiter. Einer hat es dann doch ein paar mehr Sekunden geschafft, dazu ein Video zum Runterladen (8Mb) Bullriding at Billy Bob’s.

Fort Worth Stockyards

Fort Worth Stockyards

Dealey Plaza in Downtown Dallas ist berühmt als Schauplatz des Attentats an J.F. Kennedy. Im Sixth Floor Museum, das früher ein Buchdepot war und dem Attentäter Oswald als Schützennest diente, ist das Leben des 35. Präsidenten der USA interessant aufbreitet. Von seiner Herkunft und Präsidentschaft gelangt man durch eine Schleuse aus schwarzen Wänden mit Bildern der Limousine in den Sekunden des Attentats zur Rekonstruktion des Schützennests mit Blick auf die Elm Street, wo JFK von zwei Kugeln getroffen wurde. Ein schauerliches Gefühl an so einem historisch-tragischen Ort zu stehen. Im Rest des Museums wird die Aufarbeitung und Aufklärung des Attentats präsentiert, die auch nicht ganz unspektakulär ablief: Oswald wurde kurz nach seiner Verhaftung von einem Herrn namens Ruby erschossen, der jedoch nie eine klare Aussage dazu machte und einige Zeit später an Krebs starb. Die Motive bleiben also bis an den heutigen Tag im Dunkeln.

Blick vom Sixth Floor Museum in Richtung Elm Street (Straße in der rechten unteren Ecke)

Blick vom Sixth Floor Museum in Richtung Elm Street (Straße in der rechten unteren Ecke)

Und noch etwas ist mir in Texas aufgefallen: Die Leute dort haben einen krassen Akzent! Also wer echtes Amerikanisch hören will, muss unbedingt mal mit einem Hillbilly aus Texas reden! So viel zu meiner ersten Erfahrung mit dem Staate Texas. Viele Grüße nach Deutschland!

Oktoberfest in Helen, GA

Sonntag, 02. Oktober 2011

Letztes Wochenende begaben drei Kollegen und ich uns nach Helen in den Bergen Nord-Georgias zum diesjährigen Oktoberfest. Helen ist ein kleines Städtchen, das sich, um touristisch überleben zu könnnen, einen deutschen Anstrich verpasst hat. Entlang der Hauptstraße reihen sich Shops und Restaurants, die vom Baustil her an eine Mixtur aus Schwarzwaldhaus, Königsschlösschen und Disneyworld erinnern. Bei strahlendem Herbstsonnenschein war es durchaus kurzweilig durch die Gasse zu schlendern und Unmengen von typisch deutschen Souvenirs (Bierkrüge, Haribo, Mensch Ärgere Dich Nicht, Dirndls/Lederhosen,…) zu begutachten. Zum Mittagessen kehrten wir in den Gasthof Heidelberg ein, wo mir tatsächlich sehr authentisches (im Gegensatz zur Architektur) deutsches Essen aufgetischt wurde – Jägerschnitzel mit Spätzle und Rotkohl.

Gasthof "Heidelberg" in Helen

Gasthof "Heidelberg" in Helen

Bevor wir uns dann dem eigentlichen Ziel, dem Oktoberfest, zuwandten, ließen wir den diesjährigen Festumzug an uns vorbeiziehen. Allerlei Süßigkeiten wurden umhergeworfen, Kutschen, Leute mit Trachten, das offizielle Bierfass importiert aus Deutschland zogen durch die Straße, wie man das so kennt. Dass auch eine Kolonne von deutschen Autos (VW, Audi,…) teilnimmt, kann man ja noch irgendwie nachvollziehen, aber was die 20 Corvettes in dem Umzug zu suchen hatten?

Offizielles Oktoberfest-Fass (Wir hatten Zweifel ob wirklich was drin ist)

Offizielles Oktoberfest-Fass (Wir hatten Zweifel ob wirklich was drin ist)

Während Helen einen ganz unterhaltsamen Eindruck auf mich gemacht hatte, enttäuschte das Oktoberfest leider etwas. Zum einen war der Eintritt ins Fest-„Zelt“ (eher eine halb-offene Halle, aber ähnliches Feeling wie ein Zelt) mit $9 nicht günstig, und zum anderen wurde dafür nicht gerade viel geboten. Immerhin gab es deutsches Oktoberfestbier von Paulaner. Musik wurde so die typische Schunkel- und Schuhplattlermusik gespielt, was gut passte. Nur war sehr wenig los (Wir waren Samstag Nachmittag bis Abend dort), so dass kaum ausgelassene Stimmung aufkommen konnte. War vielleicht so wie Pferdemarkt am Sonntag morgen um 11:30 Uhr: Ein paar Senioren essen Mittag und ein paar Hartgesottene sind schon wieder da zum trinken, aber nicht wirklich was los. Nur zum was trinken und essen ist es beim Helener Oktoberfest aber zu teuer, meiner Meinung nach. Hab das Konzept also nicht so 100% verstanden. Aber gut, man hat’s mal gesehn und nächstes Mal dann doch wieder Pferdemarkt, Wasen oder Wiesn… A propos, eine „Wiese“ mit Fahrgeschäften und Ständen gibt’s leider auch nicht, nur das Bier-„Zelt“. Naja, für unverwöhnte Amerikaner ist es wahrscheinlich trotzdem ein Erlebnis.

In und um Columbus herum

Samstag, 04. Juni 2011

Bereits am vergangenen Sonntag und Montag (Memorial Day) reisten Fiona und ich in Richtung Columbus, um die Gegend um der nach dem großen Entdecker benannten Stadt an der Grenze zu Alabama zu erkunden. Allerdings hatten wir schon vor der Reise eine Karte ausgedruckt und wussten, dass wir nicht nach Indien unterwegs waren.

Franklin D. Roosevelts unvollendetes Portrait

Franklin D. Roosevelts unvollendetes Portrait

Leicht hätten wir uns aber nach Washington D.C. verirren können, hätten wir „White House“ statt „Little White House“ als Ziel eingegeben. Franklin Delano Roosevelt, kurz FDR, der Präsident des Aufschwungs nach der großen Depression und Bezwinger der Achsenmächte, ließ in Warm Springs ca. 40 Meilen nördlich von Columbus ein kleines Anwesen errichten, das aufgrund seines weißen Anstrichs „Little White House“ (Kleines Weißes Haus) genannt wird. FDR litt schon während seiner Amtszeit an Polio (Kinderlähmung). Den warmen Quellen von Warm Springs sagte man nach, dass sie die Krankheit heilen könnten. Daher der etwas verwunderliche hohe Besuch in der Provinz. Mehrere Dutzend Male besuchte FDR die Quellen. Angeblich hatte dies einen starken Einfluss auf die amerikanische Politik: Durch den Kontakt mit den Bauern und deren Lebensumständen, wurde FDR zur Gründung der REA (Rural Electrification Administration) inspiriert, die die ländlichen Gegegenden der Staaten an das Stromnetz anschließen sollte.

Das "Little White House" bei Warm Springs

Das "Little White House" bei Warm Springs

Was das Little White House aber wirklich besonders macht, ist die Tatsache, dass FDR kurz vor Kriegsende hier verstarb. Am morgen war er noch dabei, ein Gemälde von sich anfertigen zu lassen, als er dies mit starken Kopfschmerzen unterbrach und kurz darauf starb. Das unfertige Gemälde ist in einem Art Schrein zu Ehren des sehr beliebten Präsidenten ausgestellt.

RiverWalk am Chattahochee River in Columbus

RiverWalk am Chattahochee River in Columbus

Bei für Mai ungewöhnlichen fast 100 °F (36 °C) erreichten wir Columbus in weniger als einer Stunde. Columbus war vor allem ein industrielles Zentrum der Metallverarbeitung. Zum großen Teil ist die Backstein-Architektur erhalten und zu Vergnügungszwecken (Shops, Museen, Restaurants,…) umgebaut worden. Doch war an diesem Sonntag absolut tote Hose und fast alles geschlossen. Vom Äußeren konnte man annehmen, dass es ganz nett zugehen könnte, doch wie gesagt wohl nicht sonntags. Das schönste war daher der Spaziergang am Chattahochee RiverWalk, ein sehr hübscher, einige Meilen langer Weg am Fluss zum Laufen, Fahrradfahren oder Skaten.

Providence Canyon State Park

Providence Canyon State Park

Wo wir doch nun das Weiße Haus Georgia’s gesehen hatten, war es ja nur konsequent, dass wir am nächsten Tag den Grand Canyon Georgia’s besuchten, den Providence Canyon ca. 40 Meilen südlich von Columbus. Hierbei wäre eine falsche Zieleingabe bei Google noch fataler gewesen als beim weißen Haus (28 h -vs- 12 h). Vorsicht war geboten… Glücklicherweise führte uns das Navi nur 2 Meilen am Ziel vorbei. Bei Temperaturen von weiterhin 90er Fahrenheitgraden bevorzugten wir den 3-Meilen vor dem 10-Meilen Rundgang. Und in der Tat, der Canyon sieht aus wie der Grand Canyon nur etwas kleiner. Was sich der aufmerksame Beobachter aber sofort fragt: Warum wachsen da drin Bäume!?  Im Grand Canyon wachsen keine Bäume! Und warum bröckelt das Gestein einfach so weg, wenn man es anfasst!? Da stimmt doch was nicht. Und in der Tat sind sich die beiden Canyons nur bei oberflächlichem Hinsehen ähnlich: Während der Grand Canyon über Jahrmillionen durch Tektonik und Erosion entstand, wurde der Providence Canyon innerhalb einiger Jahrzehnte durch den Einfluss des Menschen erschaffen. Nicht dass da jemand angefangen hat zu graben, doch führten die Rodung der Wälder und unnachhaltiges Bestellen des Bodens im 19. Jahrhundert zur rapiden Erosion des sandigen Lehmbodens. Wie dem auch sei, schön anzuschauen ist der Canyon allemal.

Weil's so schön war, noch mal ein Bild vom Providence Canyon

Weil's so schön war, noch mal ein Bild vom Providence Canyon

Zurück in Atlanta konnte ich nun auch mal den Spritverbrauch (oder besser die Spriteffizienz da man hier nicht in Benzin pro Strecke  sondern Strecke pro Benzin also dem Kehrwert rechnet) meines Autos auf der Autobahn testen. 36 Meilen/Gallone machten mich doch recht glücklich. Auf dem Weg zur Uni (halb Autobahn und Stadt) sind es nur 32 Meilen/Gallone.  (Tipp zum Umrechnen: 1 Meile = 1,6 km, 1 Gallone = 3.78 l)

Tischtennis Nationals in Rochester zum Zweiten

Montag, 25. April 2011

Wie schon vor zwei Jahren fanden die nationalen College Tischtennismeisterschaften in Rochester, Minnesota, statt (zum damaligen Bericht) . Über die Gegend brauche ich also nicht viele Worte verlieren. Was sich deutlich verändert hat, ist das Team: Nur Aneece und ich waren beim Team vor zwei Jahren schon dabei. Zudem haben sich in diesem Jahr auch unsere Damen qualifiziert. 10 Georgia Techler/innen vertraten also den Staat Georgia bei den Teamwettbewerben.

GT Team

(v.l.n.r.) Annece, Jesus, Martin, Hassan, Brian, Li, Xiaodan, Wenhui, Christine, Stephanie

Diesesmal hatte ich erfreulicherweise die Möglichkeit, viele Spiele zu bestreiten, da ich mich zusätzlich zum Team auch für die Einzel-, Doppel- und gemischtes Doppel-Wettbewerbe qualifiziert hatte. Im Einzel flog ich gleich am Anfang raus, konnte mich dann aber in der Trostrunde bis ins Halbfinale durchringen, wodurch ich 36. von 60 wurde. Bin ganz zufrieden damit. Die Doppel liefen weniger erfolgreich wegen starker Gegner.

Nach dem Bankett mit der Trophäe für die Georgia Division

Nach dem Bankett mit der Trophäe für die Georgia Division

Leider erwischte es auch das Team nicht gut: Durch zwei übermächtige Gegner (Princeton und Governers State) und eine ganz knappe Niederlage gegen einen gleichwertigen Gegner (Florida) war Platz 19 der beste, den wir noch erreichen konnten. Nach einer weiteren Niederlage gegen San Jose, und schließlich doch noch einem Sieg gegen Binghamton landeten wir auf Platz 21 von 24 (unser Rating war 19, also etwas schlechter als erwartet…). Die Mädchen schafften es auf Platz 10 von 14. Den Spaß ließen wir uns aber dank toller Teammoral keineswegs verderben, und so kehrten wir am Sonntag Abend müde und mit vielen schönen Erinnerungen nach Atlanta zurück.

 

Chicago für Schwaben

Dienstag, 05. April 2011
Chicago Tribune Titelseite

Chicago Tribune Titelseite

Chicago im Staate Illinois hat in diesem Blog noch keinen Eintrag erhalten, was zum großen Teil daran liegt, dass ich 2002 mit dem Gitarrenorchester Bietigheim-Bissingen schon mal dort war. Letztes Wochenende bot sich die Gunst der Stunde auf ein Wiedersehen. Prinzessin Fiona (siehe Chicago Tribune Titelseite), die ein Seminar besuchte, bescherte uns ein von ihrer Firma gesponsertes Hotelzimmer im Intercontinental sowie reichlich Essensgeld, und der Flug wurde von Delta dank ausreichender Bonusmeilen übernommen. Eine Reise also für echte Schwaben. Anfangs war Fiona noch mit dem Seminar beschäftigt, so dass ich mich allein auf den Weg durch die Stadt machte um ein paar Bilder zu schießen. Erstes Ziel war Navy Pier, eine künstliche Vergnügungshalbinsel im Lake Michigan mit Riesenrad, Shops und Essensmöglichkeiten, von der man zudem einen schönen Blick auf Chicago Downtown bekommt.

Lake Michigan

Lake Michigan von Navy Pier aus

Nachmittags machte ich mich auf den Weg zum Adler-Planetarium, das am Ende der Museumsmeile mit dem bekannten Shedd Aquarium liegt. Von dort hat man einen exzellenten Blick über die komplette Skyline. Mit etwas Matlab-Schusterei (zu etwas muss es ja gut sein, wenn man in Computer Vision arbeitet) habe ich ein Panorama Bild zusammenflicken können.

Chicago Downtown Panorama

Chicago Downtown Panorama

Was ich im Jahre 2002 nicht gesehen habe, weil es noch nicht existierte, ist der Millenium Park mit dem sehr populären Cloud Gate (oder auch umgangssprachlich „The Bean“ genannt), eine bohnenförmige, verspiegelte Skulptur, mit der man so allerhand fotographische Tricksereien vollführen kann. Das kommt beim Publikum an. Hat sich eigentlich schon mal jemand über den künstlerischen Gehalt der Skulptur Gedanken gemacht? Muss ich mal recherchieren…

Cloud Gate - Wer findet mich?

Cloud Gate - Wer findet mich?

Direkt neben unserem Hotel befindet sich die Chicago Tribune Zentrale im interessanten neugotischen Stil. Um sich selbst ein bisschen mit Weltruhm zu schmücken sind an der Fassade Steine von bekannten Gebäuden und Stätten der Welt angebracht, z. B. von der Berliner Mauer, der Wartburg, der chinesischen Mauer oder der Pyramide von Gizeh. Gegenüber ließ Wrigley (der mit den Kaugummis) sich ein schönes Häuschen errichten. Architektonisch ist Chicago sicher eine der interessantesten, wenn nicht die interessanteste Stadt der USA. Das Wetter ist im Sommer herrlich mit etwas Wind vom Lake Michigan, jedoch ist der Winter doch sehr lang. Bei unserem Besuch hatte es immer noch unter 10 Grad. Nicht zu vergleichen mit Atlanta mit fast 30 an diesem Sonntag…

 

Wrigley (weiß vorne), Chicago Tribune (zentral), Intercontinental Hotel (rechts, gelbe Kuppel)

Wrigley (weiß vorne links), Chicago Tribune (zentral), Intercontinental Hotel (rechts, gelbe Kuppel)

Das nächste Mal werde ich mich mit dem Bericht von den Tischtennis-Nationals in Minnesota melden, die in 10 Tagen stattfinden werden.

 

Zwei Füße und 20 Kilometer später

Sonntag, 27. März 2011

Es war Spring Break letzte Woche, die ich extrem entspannt (man könnte auch sagen faul) in Atlanta verbracht habe. Mit einer Ausnahme. Am Dienstag unternahm ich eine Wanderung zu Fiona’s Wohnung, die sich nordwestlich von Midtown Atlanta im Cobb County befindet.

Mittels Google Map und Street View stellte ich mir die Wanderroute zusammen, die möglichst mit Gehwegen versehen sein sollte. Im Streetview konnte ich mich an kritischen Passagen wie z. B. Autobahnüber- und unterführungen oder Flussüberquerungen vergewissern, dass ein Vorankommen möglich war. Dieser Link gibt einen Überblick: Wanderroute

Blick von Howell Mill Road auf Midtown

Blick von Howell Mill Road auf Midtown

Glücklicherweise strahlte die Sonne bei etwa 25 Grad, als ich mich vom Campus in Richtung Howell Mill Road aufmachte, auf der ich die ersten ca. 5 Meilen zurücklegen würde. Durch bekanntes Terrain — an der Howell Mill Road liegt der nächste Walmart, wo ich ab und zu mal einkaufen gehe — erreichte ich zum ersten Mal die Autobahn I75, jenseits derer für mich unbekanntes Gebiet lag. Zu meinem Erstaunen entwickelt sich die Howell Mill Road zu einem schönen Wohngebiet, was man angesichts des Industriegebiets vor der I75 gar nicht vermuten würde. Interessanterweise gab es von nun an kaum noch Ampeln. Die Straße führt durch einen Wald, an den Gehwegen liegen vereinzelt Häuser und Wohnkomplexe, alles sehr grün. Und das nur einige Autominuten von Midtown Atlanta entfernt.

Villa an der Pace's Ferry Road

Villa an der Pace's Ferry Road

Es fühlte sich fast wie ein Rückeintritt in die Zivilisation an, als ich nach ca. 1,5 Stunden den geschäftigen und vielbefahrenen Northside Parkway erreichte, den ich nur kurz nutzte, um auf eine andere „grüne“ Straße zu gelangen, die Pace’s Ferry Road. Auf Google hatte ich schon gesehn, dass hier keine Gehwege vorhanden waren, sondern nur ein Seitenstreifen. Das Problem in dieser Gegend ist die Tatsache, dass man sich hier im Grenzgebiet zwischen Fulton und Cobb County befindet, wo das Land vergleichsweise dünn besiedelt ist. Zudem befinden sich hier die Villen der Reichen, von denen wohl nicht erwartet wird, dass sie einen Schritt zu Fuß auf die Straße machen. Durch wuchernde Natur war der Seitenstreifen stellenweise ziemlich eingeengt, so dass ich mich immer auf den Sprung ins Gebüsch gefasst machte, wenn ein den Seitenstreifen berührendes Auto mit telefonierendem Fahrer entgegen kam. Glücklicherweise verlief aber alles gut und ich überquerte den Chattahoochee River unbeschadet.

Überquerung der I75 - Die Hochhäuser im Hintergrund (ganz klein und weit weg) sind Midtown!

Überquerung der I75 - Die Hochhäuser im Hintergrund (ganz klein und weit weg) sind Midtown!

Von da an galt es nur noch die Pace’s Mill Road zu finden, deren Straßenschild komplett fehlte. Danach kannte ich mich dann wieder aus. Vorbei an Kroeger’s, ein paar Shopping Malls, nochmal über die Interstate und noch ein paar Kurven in Fiona’s Nachbarschaft. Nach 4 Stunden, 20 Kilometern und ca. 25 Ampeln (erstaunlich wenige dank der grünen Route) erreichte ich schließlich das Ziel, wo ich es mir erst mal noch eine Stunde recht erschöpft am Pool gemütlich machte, da ich wegen einer Stunde ungenutztem Puffer ein bisschen zu früh dran war.

Am Ziel...

Am Ziel...

Beim Laufen sieht man — vor allem die eigentlich schon bekannten Gegenden — mit ganz anderen Augen und auch war es interessant zu sehen, wie es zwischen Cobb County und Midtown so aussieht; vorher kannte ich nur die verbindende Autobahn. Wegen des fehlenden Gehwegs in der Pace’s Ferry Road würde ich die Strecke nicht unbedingt nochmal laufen wollen, aber vielleicht finde ich ja mal eine bessere Route.