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Das Ende – Teil 2: Nutze die Zeit nach dem PhD

Montag, 03. November 2014

Der Monat meines 30. Geburtstags läutete eine neue Lebensphase ein: Wie schon berichtet, schloss ich mit dem PhD vom Georgia Tech mein Studentenleben ab. Zwei Wochen nach meiner Verteidigung erhielt ich ein Jobangebot von Texas Instruments (TI) in Dallas (Texas) mit Starttermin August 2014 (doch dazu später mehr). Mit Freude durften Mandy und ich verkünden, dass wir den Schritt nach Dallas gemeinsam und mit einem großen Versprechen machen würden. Was blieb waren zwei Monate freie Zeit, die es zu nutzen galt, da Urlaubstage in der amerikanischen Industrie nur spärlich gesät sind. Auf meiner Amerika-Karte der bereisten Gegenden klaffte noch ein ziemlich großes Loch in der Mitte, das es nun zu schließen galt. Gemeinsam mit Mandy startete ich einen 3-wöchigen Camping- und Roadtrip, auf dem wir ca. 5500 Meilen (ca. 8800 km) hinter uns brachten. Unser Hauptziel war Yellowstone National Park in Wyoming, das wir über folgende Route von Atlanta aus erreichten:

2014 Yellowstone Roadtrip

Die Highlights sind in den Bildern am Ende des Artikels festgehalten. Dazu gehörten:

  • WM-Spiel Deutschland gegen Ghana in einer Bar  in Nashville mit life Country-Musik.
  • St. Louis‘ Gateway Arch, das auch als Tor für unsere Reise in den Mittleren Westen der USA diente.
  • Badlands National Park mit einem sehr schönen Camping-Platz und Canyonlandschaft.
  • Mount Rushmore und das indigene Konkurrenz-Memorial Crazy Horse in den Black Mountains – ein Muss wenn man mal in der Gegend ist.
  • Höhlenwanderung in der Jewel Cave, momentan das 3.-größte Höhlensystem der Welt. „Momentan“, weil nur entdeckte Gänge zählen und quasi täglich neue Gänge entdeckt werden.
  • Die schnurgeraden und einsamen Autobahnen in Wyoming.
  • Rocky Mountains National Park: Eindrückliche Berge weniger als eine Stunde von Downtown Denver entfernt.

Yellowstone National Park war natürlich das absolute Highlight. Der Park ist riesig (8983 km²) und sitzt auf einem erloschenen Vulkan. Durch diese besondere Geologie gibt es hier unzählige Kuriositäten zu sehen: Sprudelnde Geysire, brodelnde Schlammlöcher, oder farbprächtige Wasserlöcher (Die Farben entstehen durch Bakterienkulturen, die sich mit der Temperatur und der Tiefe des Loches ändern). Dazu beeindruckende Berge, ein Fluss mit Wasserfällen, ein See in der Mitte (Der Vulkankrater), und allerlei Wildtiere (Büffel, Hirsche, vereinzelt auch Bären). Das Camping hat sich hier finanziell sehr gelohnt, wenn es auch eine gewisse Herausforderung war bei um die null Grad nachts (Ende Juni…).

Auf dem Rückweg verbrachten wir drei Tage in Dallas, wo wir das WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien erleben durften (In den zwei Wochen davor war es schwierig WM-Empfang zu bekommen; ab und zu mal ein Ergebnis-Update via iPhone immerhin). Zudem suchten und fanden wir ein Apartment für unseren Umzug nach Dallas im August. Die Autobahn I-20 führte uns durch bekannte und vermisste Südost-Landschaft mit dichten Wäldern durch Louisiana, Mississippi und Alabama wieder zurück „nach Hause“ nach Atlanta, Georgia.